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Fünfzehnter Theil. Band II.
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/„Demnächst gilt es, die nicht seltnen Widersprüche dervorliegenden Berichte, sowie ihre'Mcken — bisweilen That-sachen, viel öfter die „Motive betreffend- — „festzustellen.Beseitigt können sie lediglich durchs archivalische Nachrichtenoder Mittheilungen urtheilsfähiger Augenzeugen werden.Wie schon dankbar erwähnt, erfreuten wir uns derselben,und zwar der letzteren am reichlichsten aus den Jahren1805 — 1815 . Offiziere, welche sich während der Feldzügevon, >1792 —1800 schon auf einem Standpunkte, befanden,um genügende Aufklärungen geben zu können, waren zurZeit der Bearbeitung der ersten Hälfte des Revolutions-Krieges nur noch in geringer Zahl vorhanden.

Vielleicht die schwierigste Aufgabe ist das Sichten desgewonnenen Stoffes. Fürwahr, es gehört Selbstverleug-nung dazu, einen beträchtlichen Theil der oft mühselig ge-sammelten Notizen, als für das Verständniß der Hauptsacheentbehrlich, auszuscheiden, und ebenem statt des Dankesfür solche Enthaltsamkeit, Tadel gewärtigen zu müßen.Ueber diesen Punkt gehen nämlich die Meinungen am wei-testen auseinander.

Betrachtet man die kriegsgeschichtliche Literatur Deutsch-lands während der letzten sechszig Jahre, so gewinnt es denAnschein, als sey nicht selten eine behaglich weitschweifigeDarstellung — und zwar in sachlicher wie sprachlicher Hin-sicht — für Gründlichkeit gehalten worden. Dabei konntenjedoch die Verfasser sagen: wir schreiben hauptsächlich dieKriegsgeschichte unserer Armee, und zunächst für dieselbe,wonach auch Detail-Angaben und scheinbare KleinigkeitenInteresse oder Werth haben. Anders verhält es sich jeden

neu allein man öfter einzelne Thatsachen, namentlich in Bczng auf dieZeit, feststellen kann. Dem Verfasser ist der Fall vorgekommen, daß einGönner seines Unternehmens das einzig zugängliche, aber nicht verkäuf-liche, Exemplar eines solchen VucheS sür ihn abschreiben ließ.