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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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37
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bare" Papst ihm seinen Neffen Juan Borgia*), den erebenso wie seinen Sohn Cäsar zum Kardinal gemacht hatte,damit er den Aragonier zum Könige von Papstes Gnadenkröne. Und dieselben aragonischen Könige hatten kaum vierzigJahre vorher die Sippschaft der Borgia erst nach Italiengebracht!

Das unheimlich rasche Tempo, in welchem Alexander auf! die Erhöhung seiner Nepoten hinarbeitete, hatte indessen all-gemeine Mißgunst und Entrüstung erweckt. Im Schooße desi Kardinalkollegiums erhob sich Julian Rovere, der begabte! Nebenbuhler Alexanders, mit einem halben Dutzend andererPurpurlräger gegen das Oberhaupt der Kirche. Man drohtedem unverfrorenen Spanier mit der Berufung eines Concilsund der Absetzung und schloß ein Bnndniß mit dem sungenKönige Carl VIII. von Frankreich, der sich eben zu einemEinbruch nach Italien und zur Eroberung Neapels anschickte.

Franzosen in Italien. Entsetzliches Unheil kamdurch diese selbstsüchtigen Streitigkeiten innerhalb der kirchlichenKreise über das xand. Mir 90,000 Mann rückte Carlplündernd und raubend in Italien ein, nahm fast ohne Schwert-streich eine Stadt nach der anderen, erhob unerhörte Kontri-butionen von den eroberten Gauen und stand endlich mitseinen hungrigen Söldnerschaaren vor dem zitternden Nom.

Jetzt zeigte sich der Charakter des Borgia-Papstes in seiners ganzen Erbärmlichkeit und Feigheit: nachdem er sich mit demKönige von Neapel feierlichst zu Schutz und Trutz verbundenbatte, ließ er ihn in der Stunde der Gefahr schmählich imStiche und dachte bereits daran, wie er seine eigene werthePerson am besten aus der Affaire ziehen könnte. Ja diesesOberhaupt der Christenheit suchte sogar gegen den „allerchrist-

*) Einige Quellen bezeichnen Juan Borgia und seinen BruderLodovico als Bruder Cäsars, also Söhne des Papstesaus irgend einer unbekannten Verbindung.