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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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streichen und das stolze Gebäude seiner Traume über dettHaufen werfen.

Vatikanische Heirathen. Um diese Zeit, im Juli1498, feierte man im Vatikan eine neue Hochzeit: LucreziaBorgia wurde mit Alfonso von Aragon, Herzog von Bi-selli, vermählt. Bezeichnend ist die tückische Gaunerlogik,durch die Alexander es fertig brachte, das nach den Begriffender römischen Kirche unauflösliche Eheband in diesem Falledennoch aufzulösen. Er erklärte nämlich die Ehe LucreziaSmit Sforza, die er doch selbst betrieben hatte, als einen un-gesetzlichen Akt, welcher von seiner Tochter „ohne hinreichendenDispens und aus Leichtsinn" begangen worden sei. Vielmehrwäre ihre erste Verlobung mit dem Grafen von Procidaeine rechtmäßige gewesen, da aber dieser jetzt selbst verheirathetsei, so erkläre er nunmehr jene Verlobung für nichtig undabsolvire Lucrezia gleichzeitig von dem Meineid, in den sie durchihre Verheirathung mit Sforza verfallen. So sei sie nunmehrvollkommen frei und könne sich mit jedem andern Manne, densie wähle, vermählen. „So frevelhaft", meint Grego-rovius, „spielte ein Papst mit einem der heiligstenSacramente der Kirche."*)

Heimlich kam der junge Ehegatte nach Rom, „er betrachtetesich ohne Zweifel als ein Opfer, welches sein Vater auf dierömische Schlachtbank schickte". Und sein Vorgefühl sollte ihnnicht täuschen. Lucrezia, die ihn aufrichtig geliebt haben soll,schenkte ihm ein Jahr nach der Vermählung einen Sohn, dernach dem päpstlichen Großvater Rodrigo getauft wurde. Alleinbei der Taufe war der achtzehnjährige Vater des Kindes nichtmehr in Nom: er war entflohen aus Angst vor den beidenblutdürstigen Bestien, seinem Schwiegervater und Schwager, dieihm den Tod geschworen hatten.

Der Papst hatte nämlich, nachdem Cäsar Borgia den Purpur