47
tem stehen, damit man ihr Steigen besser sehen könne —die gleich dem Silber glänzten und alles was sie berührtenschwarz machten — die keinen höher» und breitem Him-mel sich denken konnten, als den Thronhimmel und keinengrößer» Tag im Jahr als einen Courtag — die in ihremLeben weder Vater waren, »och Kinder, noch Ehegatten, nochBruder, sondern blos Hofleute — die Verstand hatten ohneGrundsätze, Kenntnisse ohne Glauben daran, Leidenschaftenohne Kräfte, satirisches Gefühl der Thorheiten ohne Haß der-selben, Gefälligkeit ohne Liebe und Freimüthigkeit zum Spaß-— deren Aechtheit man wie die des Smaragds daranPrüft, das sie wie er kalt bleiben, wenn man sie mit deinMunde erwärmen will — und die, die Wahrheit zu sagen,der Satan schildern mag und nicht ich. . . .
Oefel war zwischen Bcata und die Ohnmächtige einge-mauert; Gustav war s ihnen gegenüber zwischen zwei kleinewitzige Dämchen: aber er vergaß die Nachbarschaft seinerArme über die seiner Augen. Aus Ocfels Gliedern schössenWitzfunken, als wenn ihn die Seide, die ihn mulag, elektri-schen hälfe. Die Ohnmächtige war ihrer Lehnsherrschaft über>hn so gewiß, daß sie es für keinen Lehnsfehler ansah, wennihr Lehnsmann Beaten, seiner Teller-Nachbarin, die schönstenDinge sagte; „er wird sich (dachte sie) ärgern genug, daß er«uz Höflichkeit nicht anders kann." Dem H. von Oesel war'S«m Ende nie um etwas anders zu thun, als um den Herrn-'vn Oefel; er lobte, nicht um seine Achtung, sondern um sci-»cn Witz und Geschmack auszukramen; er unterdrückte wederSchmeicheleien, noch Satiren, wenn sie gut und ungegründetll'aren; er tadelte die Weiber, weil er beweisen wollte, erErriethe sie und weil er das für schwer hielt; und ich halteihn für einen Narren.
Drei Vergbohrer setzte er gewöhnlich an einem Mädchen-