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Leben so, daß ich bis zu Thränen weich wurde und mich nachetwas sehnte, womit ich sie vermehrte und stillte.
Das war die Orgel über mir. Ich ging zu ihr wie zueiner löschenden Quelle hinaus. Und als ich mit ihren gro-ßen Tönen die nächtliche Kirche und die tauben Todten er-Ichüttcrte und als der alte Staub um mich flog, der auf ih-ren stummen Lippen bisher gelegen war: so zogen alle ver-gänglichen Menschen, die ich geliebt hatte, nebst ihren ver-gänglichen Szenen vorüber, Du kämest und Mailand unvdas stille Land; ich erzählte ihnen mit Orgeltönen, was zueiner bloßen Erzählung geworden war, ich liebte sie alle imFluge des Lebens noch einmal und wollte vor Liebe an ih-nen sterben und in ihre Hand meine Seele drücken — abernur Holztasten waren unter meiner drückenden Hand. — Ichüblug immer weniger Töne an, die um mich wie ein ziehen-der Strudel gingen — endlich legt' ich das Choralbuch aufnnen tiefen Ton und zog die Bälge in einem fort, um nichtden stummen Zwischenraum zwischen den Tönen auszustehen- ein summender Ton strömte fort, wie wenn er hinter denFlügeln der Zeit nachginge, er trug alle meine Erinnerungenund Hoffnungen und in seinen Wellen schwamm mein schla-gendes Herz. . . Von jeher machte ein fortbebender Tonu>>ch traurig.
Ich verließ meine Auferstchungsstättc unv sah nach derReißen Pyramide des Eremitenberges, wo nichts auferstandund wo das Leben fester schlief; die Pyramide stand im^ondschimnier getaucht und mit mir wandelte ein langer^olkenschatten. Blätter und Bäume krümmte der Herbst;über die stachligen Wiesenstoppeln wiegte sich die Blume nicht"Uhr, die im Maule des Viehs verging; die Schnecke sargte^ch in ihr Haus unv Bett mit Geifer ein; und als am Mor-
sich die Erve mit vollgebluteteu fleckigen Wolken gegen