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alles hineingesetzt: Daraus mußte ihr erster Fehler entstehen,vaß sie schöner aussah als sonst ohne diese Wärme; dennjeve Empfindung und jede innere Streitigkeit nahm aus ihremGesicht die Gestalt eines Reizes an. Von der Liebe kamauch ihr zweiter Verstoß, daß sie sich gegen Oefel heute weitzutraulicher und freimüthiger betrug als sonst; denn ein lie-bendes Mädchen hat von allen übrigen Gegenständen (d. hvon den eignen Empfindungen für sie) nichts mehr zu befab-ren. H. v. Oefel aber addierte auf seiner Rechenhaut einganz andres Fazit heraus; er »ahm alles für Freude, daß ernun wieder — zu haben sei. Er ging folglich mit einemHerzen fort, das der Amor so mit lilliputischen Pfeilen vollgeschossen hatte wie ein Nähkissen mit Nadeln.
Er sagte noch an jenem Tage: ist das Herz einer Fraueinmal so weit, so braucht man nichts zu thun, als daß mansie-thun lässet." Das war ihm herzlich lieb; denn es er-sparte ihm die — Bedenklichkeit, sie zu verführen. So oft erLovelaces oder des Chevaliers") Briese las: so wünschte er,lein einfältiges Gewissen ließ' ihm zu, ein ganz unschuldigeswiderstrebendes Mädchen nach einem feinen Plane zu verfüb-ren. Aber sein Gewissen nahm keine Vernunft an und ermußte sein ganzes Kaper-Vergnügen auf die Verführungsolcher unschuldigen Personen, die er in seinem Kopfe oder inseinem Roman agieren ließ, einschränken: so sehr herrschein, schwachen Menschen die Empfindung über die Entschlie-ßungen der Vernunft, sogar in philosophischen Damen. Mit-hin blieben der Weiberkenntniß Oefels statt der Fangeisen fürrie Uipchuld nur die für die Schuld zu legen übrig und das -Einzige, wo er noch mit Ruhm arbeiten konnte, war das, derVerführer von Verführerinnen zu sein.
'1 In Den >>ai»»i>k «tanxereuse«.