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ten Brief abschreibe, den Gustav seiner verscherzten Freundinschickte.
„Treue tugendhafte Seele! Die jetzige dunkle Minute,die nur ich verdient habe, aber nicht Du, quäle Dich nichtlange und verziehe sich bald! O! zum Glück kannst Du dochnicht mein Auge, nicht meinen von Schmerzen zitterndenMund und mein zertrümmertes Herz erblicken, womit ich nunallen meinen schonen Tagen ein Ende mache. — Wenn Dumich hier schreiben sähest: so würde die weichste Seele, dienoch auf der Erde getröstet hat, sich zwischen mich und mei-nen schlagenden Kummer stellen und mich bedecken wollen;sie würde mich heilend anblicken und fragen, was mich quäle.- . . Ach, gutes treues Herz! frage mich es nicht; ich müßteantworten: meine Qual, meine unsterbliche Folter, meine Vi-Vern-Wnnde heißet Verlorne Unschuld. . . . Dann würde sichDeine ewige Unschuld erschrocken wegwenden und mich nichttrösten; ich würde einsam liegen bleiben und der Schmerzstände aufrecht mit der Geißel bei mir; ach ich würde nichteinmal das Haupt aufheben, um allen guten Stunden, diestch in Deiner Gestalt von mir wegbegeben, verlassen nachzu-sehcn. — Ach es ist schon so und Du bist ja schon gegan-gen! — Amandus! trennt Dich der Himmel ganz von mirind kannst Du, der Du mir die Lilien-Hand Beatens gege-bn, nicht meine befleckte sehen, die nicht mehr für die reinstegehonr — Ach, wenn Du noch lebtest, so hätt' ich ja Dich""ch verloren. ... O daß es doch Stunden hienieden ge-kann, die den vollen Freudenbecher des ganzen Lebenstragen und ihn mit einem Fall zersplittern und die LabungtAer aller Jahre verschütten dürfen!
Beata! nun gehen wir auseinander; Du verdienst ein