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Ich kanu's nicht behaupten, ob er, Hr. Bürger, dies«nützliche Predigt schon unter seine gedruckten gethan odernicht; gleichwol soll mich dieses Lob nicht hindern zu geste-hen, daß leinen an sich guten Predigten eigentliche Krafteinzuschläfern vielleicht fehle, ein Fehler, den man sowolbeim Lesen, als beim Hören wahrnimmt. Hier will ich zumBesten andrer Geistlichen einige Ertraseiten über die falscheBauart der Kirchen einschichten.
bptrastitcn über die falsche Bauart der Kircken.
Ich hab' cö schon dem Konsistorium und der Bauinspck-zion vorgetragen: aber es verfängt nichts. Wir und siewissen es alle, daß jede Kirche, eine Kathcdral-Kirche sogut als ein Filial, für den Kopf oder das Gehirn derTiozeS zu sorgen habe, d. h. für den Schlaf derselben,weil nach Brinkmann jenes nichts so stärkt als dieser.Gs wäre lächerlich, wenn ich mich hersetzen und erst langeausführen wollte, daß dieser desorganisierende Schlaf aufeine wohlfeilere Art, und für weniger Pfennige und Opiumals bei den Türken zu erregen stellt; denn unser Opium wirdwie Quecksilber äußerlich cingerieben und hauptsächlich auden Ohren angelegt. Nun ist niemand so gut wie mir be-kannt, was man in der ganzen Sache schon gethan. WieMan in Konstantinopcl (nach de Toll) besondere Budenund Sitze für die Opiumesscr, aber nur nebe» den Mo-scheen hat: so sind sie bei uns darin und heißen Kirchen-stuhle. — Ferner brennen ordentliche Nachtlichter aufdem A,mr. Die Fensterscheiben haben in katholischen Tem-peln Glasgemälde, die so gut wie Fenstervorhänge SchattenHeben. Zuweilen sind die Pfeiler so geordnet oder verviel-fältigt, daß sie zur kirchlichen Dunkelheit mit helfen, die der