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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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licher beschrieben als in seinen „Werthers Freuden," dieseine Lcbensbeschreiber fast nur abzuschreiben brauchen.— Erging da Sonntags nach der Abendkirche heim nach Auenthal- und hatte mit den Leuten in allen Gaffen Mitleiden, daß sieda bleiben mußten. Draußen dehnte sich seine Brust mitdem aufgebaueten Himmel vor ihm aus und halbtrunken imKonzertsaal aller Vogel horcht' er doppelselig bald auf diegefiederten Sopranisten, bald auf seine Phantasieen. Um nurseine über die Ufer schlagenden Lebenskräfte abzuleiten, galop-pierte er oft eine halbe Viertelstunde lang. Da er immerkurz vor und nach Sonnen-Untergang ein gewisses wollüsti-ges trunkenes Sehnen empfunden hatte — die Nacht aber»lacht wie ein längerer Tod den Menschen erhaben und nimmtihm die Erde: — so zauderte er mit seiner Landung in Auen-thal so lang', bis die zerfließende Sonne durch die letzten-Kornfelder vor dem Dorfe mit Goldfäden, die sie gerade überdie Aehren zog, sein blaues Röckchen stickte und bis sein >Schatten an den Berg über den Fluß wie ein Niese wan-delte. Dann schwankte er unter dein wie aus der Vergan-genheit hcrüberklingenden Abendläuten ins Dorf hinein und»'ar allen Menschen gut, selbst dem Präsektus. Ging erdann um seines Vaters Haus und sah am obern Kappfen-6er den Widerschein deö Monds und durch ein Parterrc-Fcn-ster seine Justina, die da alle Sonntage einen ordentlichen^rief setzen lernte. . . . o wenn er dann in dieser paradiesi-schen Viertelstunde seines Lebens auf fünfzig Schritte die! Stube und die Briefe und daS Dorf von sich hätte wegspren-! gen und um sich und um die Briefstcllerin blos ein einsamesdämmerndes Tempe-Thal hätte ziehen können — wenn er in^ diesig Thale mit seiner trunknen Seele, die unterweges umalle Wesen ihre Arme schlug, auch an sein schönstes Wesenhätte, fallen dürfen und er und sie und Himmel und Erde