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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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seiner Frau; und ich schätze den Vortheil so hoch als erwerth ist, den die Ehe hat, daß der Ehemann durch sie nochein zweites Ich bekommt, vor welchem er sich ohne Beden-ken herzlich loben kann. Wahrhaftig das deutsche Publikumsollte ein solches zweites Ich von Autoren abgeben!-^- DieSchachtel war ein Bücherschrank der lilliputischen Traktätchenin Fingerkalender-Format, die er in seiner Kindheit dadurchherausgab, daß er einen Vers aus der Bibel abschrieb, esheftete und blos sagte: „abermals einen recht hübschen Ko-tz er*) gemacht!" Andre Autores vermögen dergleichen auch,aber erst wenn sie herangewachsen sind. Als er mir seine ju-gendliche Schriftstellerei referierte, bemerkte er: „als einKind ist man ein wahrer Narr; es stach aber doch schon da-mals der Autvrtrieb hervor, nur freilich noch in einer un-reifen und lächerlichen Gestalt" und belächelte zufrieden diejetzige. — Und so ging's mit dem Finkenklobcn ebenfalls:war nicht der fingerlange Finkenkloben, den er mit Bier be-strich und aus dem er die Fliegen an den Beinen fing, derVorläufer des armlangen Finkenklobcn, hinter dem er imSpätherbst seine schönsten Stunden zubrachte wie aus ihmdie Finken ihre häßlichsten? Das Pogelstellen will durchausein in sich selber vergnügtes stilles Ding von Seele haben.

Es ist leicht begreiflich, daß seine größte Krankenlabungein alter Kalender war und die abscheulichen 12 Monatkupferdesselben. In jedem Monat des Jahres machte er sich, ohnevor einem Gallerie-Jnspektor den Hut abzunehmen oder an ei»Bilderkabinet zu klopfen, mehr malerische und artistische Lustals andre Deutsche, die abnehmen und anklopfen. Er durch-wanderte nämlich die 11 Monat-Vignetten — die des Mo-

KoberS Kabinctsprcdigcr — in dem mehr Geist steckt (freilich

oft ein närrischer) als in zwanzig jetzigen ausgelaugten Pre-

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