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in Nero's Lustgarten angezündet sich selber Herabbrennenmußten.
Wenn eine höhere Moral, wenn ein treffliches Predigl-buch, oder ein ähnliches Gesangbuch, es sei für Kirchen oderfür Lesebibliotheken, nicht so viel, als ein ^ct »k iollemnitz-gelten soll, welcher von Allem frei spricht, was man hinter-her thut: so weiß ich nicht, wozu ich schreibe; lieber leb' ich.
Das Genieseuer gleicht den Vulkanen, deren Anwohnerdurch die Schwefeldämpfe Vielen bösartig zu werden schei-nen *), oder auch dem heißen Westindien, wo die Europäersittlich umschlagen**), indeß etwa Prosa-Kälte und Geistes-Wäfferigkeit leicht den Fischern in Nizza ähnlich macht, welchesehr moralisch sein sollen***).
Wie nach Herders Bemerkung Petrarka erst als-dann die allerschönsten Sonette auf Laura machte, als sietodt war: so hält sich der Autor für den Abgang an Sitt-lichkeit durch feurigeres Darstellen und Befördern derselbeneinigermaßen schadlos, und mehr als eine Sünde gebiert<wie eine Sünderin lebendige Unschuld) ein sittenreines Ge-dicht. Es sollte daher doch mehr erkannt werden, daß man-cher Schreiber sich selber das Köstlichste, die Sittlichkeit, ent-zieht, um mit ihr mehr auf Andere zaubernd zu wirken; wienach dem alten Glauben sonst die Heren das heilige Abend-mahl heimlich aus dem Munde nahmen, und lieber es selberentbehrten, um mit ihm Andere zu bezaubern. So gibt sichgewissermaßen ein armer großer Autor zum Opfer des All-gemeinen her, und verzichtet zum Vortheil fremder Sittlich-
*) Brydvne's Reise ic.
Nach Meiners.
Seit Menschendenken wurde keiner eines peinlichen Berbre-chens belangt. Sulz ers Bemerkungen auf einer Reisenach Nizza. S. 118 .