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Gedanken über Elternliebe, Geschlechtsliebe,Freundesliebe, Menschenliebe ^).
i.
2Ich! daß der Mensch gerade zu der Zeit die schönste Liebeempfängt, wo er sie noch nicht versteht — ach, daß er erstspät im Lebensjahre, wenn er seufzend einer fremden Eltern-und Kinderliebe zusieht, hoffend zu sich sagt: „ach, meinehaben mich gewiß auch so geliebt" — ach, daß alsdann derBusen, zu dem du mit dem Danke für ein halbes Leben, fürtausend verkannte Sorgen, für eine unaussprechliche, nie wie-derkehrende Liebe eilen wirst, schon zerdrückt liegt unter einemalten Grabe, und das warme Herz verloren hat, das dich solange geliebt!
2 .
3n der Natur ist keine Freude so erhaben rührend, alsdie Freude einer Mutter über das Glück ihres Kindes.
') Euphrosine 2. Bd. 2. St. 1797.
F.