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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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sangS war der Weltkörper mit einem dichten Glänze über-deckt, wie ihn die Hellseherin aus ihrem Arzte strömen undum die Fernen schweben sieht. Daraus ging das Lichtge-wölk aus einander und brannte auf gründunkeln Gipfelnvon zerstreuten Oelhainen, worin offne Tempel standen, inlangen Stralen gegen die Erdfläche herauf. Immer größereOlivenwälder und höhere Tempel zogen vorüber, so wie derWeltkörper sich weiter um sich selber bewegte, und endlicherschien in einem Kranze von Oelhainen zwischen hohen Tem-pelsäulen ein Thron, worauf eine Minerva, glänzend wie dieerhabene, welche Phidias aus dem Marmor gezogen, aberriesenhaft und mit der ägyptischen Riesen-Sphinr auf demHelme, ruhte, und dem sterblichen Auge nur steinern undeisern erschien. Denn das Göttliche besteht aus Unbeweg-lichem, nur der Mensch ist ewiges Fließen, und die Gegen-wart bewegt ihre kleinen Wellen zwischen den beiden steiner-nen Ufern der Zukunft und der Vergangenheit. Der Blickder Göttin war nicht, wie der Blick der griechischen, nieder-wärts, sondern empor gerichtet gegen unsere Erde. IhreAegide hielt sie zu uns herauf, und es war, als ob giftigeblaue Dämpfe der Erdrinde in den offnen Mund des Medu-senhauptes aus der Erde niederzögen und von ihm einge-sogen würden. Die Olivenwälder straltm mit ihren Zwei-gen und Kränzen des Friedens, wie magnetisierte Bäume,nach unserm Erdtheile herauf. Minervens Speer schimmerteund blitzte wie ein Blitzableiter, und sie hielt ihn gegen denPol-Stern, um gleichsam den Zeptern, als geistigen Magnet-nadeln der Völker, die himmlische Richtung zu geben. Alsich lange in die hellen, zu uns heraufgerichteten Augenblickte, wurden sie schärfer und glänzender, als wollte dieGöttin der Weisheit durch festes Anblicken die Menschen-