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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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einem Religion- und Bauernkriege vor, und die Blutzeugenauf beiden Seiten hatten dann das Friedenschließen leichter.

Ich werde nun aus meiner blauen Bibliothek die stärk-sten Gründe, womit beide Sekten und Sterndiener einanderbekämpften, ohne einander zu bekehren, unparteiisch und umso lieber ausziehen, weil die Gründe mehr Einfälle als Ein-sichten sind und folglich uns noch jetzo nach dem völligenVerschwinden und Versterben der Anhänger, deren Verklärensie uns ganz ähnlich macht, gur ergötzen können.

Der Luziferaner sagte ganz kurz und derb: „ ihr Paphi-„sten betet blos den Venusstern, den Stern der Unweisen„an, weil er Nacht ansagt, ihr aber Nachtschmetterlinge seid,„die sich nicht, wie Ikarus, an dem reinen Sonnenlicht,„sondern an schmutzigen Feuern die Flügel verbrennen. Ihr„haßt das Sonnenlicht blos, weil es euch in euerer Ruhe„stört und in der Propaganda euerer Bekehrer, die euch lie-„ber ist als Feldbau. Den Haß des Sonnenlichts wollt ihr„durch Liebe der Kerzenlichter vergüten, die blos zum Mü-ßiggänge brennen, so wie Nachtfalter und Fledermäuse das„Taglicht fliehen, und das Talglicht und die-Nacht-lichter suchen und fressen." —

Die Hesperiden aber hatten schon mehr Gründe undSchmähworte in Verrath: „ihre Sonne, sagten sie, werdeso gut verfinstert wie der Mond, aber ihre Venus nie. —Oft habe diese einen Hof, gleichsam einen Venusgürtel, umsich, der aber aus lauter verklärten Seelen bestehe, welcheeben aus dem Abendrothe gekommen; denn dieses sei einFegfeuer, aus dem man in den Himmel gelange; daher auchauf der Erde ein sanfter Tag nach einer schönen großenAbendröthe folge. — Die Morgenröthe der Luziferaner abersei das Höllenroth, das nur Hitze und einen kothigen Taganmelde — daher hätten nur sie allein das Recht, die Fest-tage ihres Gestirns roth im Kalender zu schreiben — Luzif