Band 
[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
Seite
302
JPEG-Download
 

302

Jst's brechendes Swensar-Eis, oder die Feuer-Salve zurVermählung? — So gebt denn einander die rechte Hand.

— Wo hat denn der Kopf die seine? — Wo aber sind diegoldenen Ringe dazu? — Und wo vorher der goldene Tellerzu ihrem Hinreichen? — Jetzo leuchtet's — ist es Nord-schein, oder allgemeine Jlluminazion? — Jetzo tanzet esdrüben — ist es Irrwisch, oder ein hoher Fackeltanz? —Himmel! Wohin sind Plötzlich die hohe Braut und Bräu-tigam gekommen, da nichts von ihnen am Thurme mehr zusehen ist, als etwas lichtroth Wolkiges, als wären die Köpfewie Nacht und Tag zu einer Aurora in einander geflossen?

— Und wo sind gar Unsere Heiligkeit? — Aber wo istdenn meine Heiligkeit, fragt' ich auf einmal, kam jedoch nichtganz aus denr Traume — wie man denn auf dem heiligenStuhle nichts zurücknimmt, nicht einmal den Traum — son-dern wurde selber mein Gegenpabst; allein wie anders wurdemir Plötzlich die Welt! — Der Traum und die Kirche undder See versanken unter mir, und ich sank ihnen nach; undüberall neben und unten stäubte die Erde aus einander.Endlich blieb ich am leeren Orte ihres Mittelpunktes han-gen. Die ganze Kugel mit ihren Gebirgen und Wäldernund Meeren und Bergwerken war verflogen; allein der aus-geleerte Lust- und Wolkenhimmel, worin sie von ihm um-schlossen gehangen, umgab mich mit seinen ausgestrecktenWolkengebirgen, unter welchen die verflognen Länder gelegen.

— Und ich sah überall um mich, unter mir, nichts als dieungeheure Dunstkugel, die nur zuweilen von ihren länder-breiten Oefsnungen gegen die gestirnte Himmelkugel hindurchbrochen war. Eine Geisterhand hatte mein Auge über-irdisch gewaffnet und gewandt für Ferne und Nähe, fürUnten und Oben, und ihm erschien alles.

Welch ein erschütternder Umblick in den beiden unge-