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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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roen in glänzenden Talaren, und in den Thränentropfen derGriechin brachen und krümmten sich die Griechen tiefer, unddie Tyrannen vergrößerten sich riesenhaft.

Sie blickte hinaus über Athen und das ganze Oliven-land der Friedensgöttin Minerva war ein blumiger Oelgarteneines leidenden Volks, und wo ein Kopf sich aufrichtete, würd'er abgeschlagen für den Garten voll Blutspringbrunnen; derferne Honigreiche Hymettos stand in Purpur dort, aber nicht,wie sonst, von der untergehenden Sonne, sondern von Blut.Sie blickte aus zum Himmel; oben stand der HalbmondDiana's, der Göttin des Todes und des Jagens, und dieMondsichel hing, blutroth vom Niedermähen ihres Volks,herab.

Nun sank ihr Blick ohne Trost und ohne Götter vomHimmel zur Erde zurück; aber jetzo sank sie selber nach; dasEntsetzliche erschien ihr zuletzt: ihre Töchter in der Zukunftvon den Thierarmen der Barbaren umschlungen und vongrimmiger Wollust erwürgt — und sie schrie: „So gibt esdenn keinen Gott!" ,

Da ruhte Plötzlich und wunderbar die sterbende Seherinvor dem Altare, welchen Athen dem unbekannten Gottgewidmet hatte, den Paulus *) für den Altar des Christen-gottes erkannte. Das starre Gesicht erweichte es, eine Freudeüberflog es und die Augen thaten sich auf.

„Unbekannter Gott, betete die Seherin, bist du derGott meiner Kinder? — und stehest ihnen bei, und die wildeRiesenschlange hat sie nur umwunden, nicht vergiftet? —Ja, ich seh' es, sie sprengen die Ketten und Kerker — sieschwimmen durch das blutige Todtenmeer ihrer Geliebtenund versinken nicht — tausend Jünglinge fallen als Blüten,

') Apostelg. 17, 23.

xxxn.

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