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Befehl, die Besatzung von Daix zu verstärken. Als die beidenKompagnien den von der Strasse nach dem Dorfe hinabführendenfreien Abhang überschritten, erhielten sie heftiges Granatfeuer,,ein Geschoss schlug in die 8. Kompagnie, verletzte aber nur 2 Mann.Die Kompagnien drangen in das vom Feinde verlassene*) Dorfein und durch dasselbe hindurch bis an die östliche Umfassung,welche in der Weise besetzt wurde, dass Lieutenant v. Schenckmit dem 8. Zuge am südöstlichen Ausgang der südlichen Dorf-strasse und Lieutenant Foss mit dem 7. Zuge an der nordöstlichenEcke des Dorfs und an einem, von da nach Nordost ins Feld zuden 600 Schritt entfernten Steinbrüchen führenden Steindamm sicheinnisteten; die verbleibenden 2 V 2 Züge bildeten innerhalb desDorfes den Rückhalt.
Während sich die Einundzwanziger hier einrichteten, warendie feindlichen Schützenlinien von Fontaine her schräg durch dieNiederung im Vorrücken gegen die an und nördlich der Strasse-in den Weinbergen stehenden Züge der 1. und 4./61 geblieben,anscheinend ohne zu bemerken, dass auch Daix vom Gegnerbesetzt war. Denn ihr rechter Flügel kam dabei so nahe amDorfe vorbei, dass Major v. Kornatzki die günstige Gelegenheitbenutzte und dem Lieutenant v. Schenck befahl, aus dem Aus-gange vorzustossen. Sobald aber die Franzosen dieses Vorgehenbemerkten, warfen sie gewandt und schnell ihren rechten Flügelherum und griffen sofort ihrerseits heftig und überlegen dieschwache Abtheilung Schencks an, welche in die Mauern und Ver-tiefungen am südöslichen Ausgange wieder zurückging und durch ihrFeuer den Gegner abwies. In diesem Augenblick traf mit dergesammelten 3./61 aus dem nördlichen Theil des Dorfes Hauptmannv. Pirch ein, welchem Major v. Kornatzki die Besetzung der süd-östlichen, von einer langen Mauer gebildeten Umfassung rechtsder nördlichen Dorfstrasse, also zur Linken des Lieutenants-v. Schenck, übertrug, v. Pirch liess den Rest des 1. Schützenzuges(Lieutenant Claassen) und den 5. Zug (Reserve-Lieutenant Aschmann)'derart hinter der Mauer ausschwärmen, dass sich der linke Flügelan die nördliche Dorfstrasse lehnte. In einem Gehöft dahinterstellte sich Lieutenant Naat-z mit dem Rest der 3. Kompagnie zurUnterstützung auf. Auch diese Schützen wirkten zur Abwehr desrechten feindlichen Flügels durch ihr Feuer 2 ) so günstig mit, dassdessen Angriff stockte und einzelne Abtheilungen sogar nach La
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