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feld zu begeben, und den Frauen den Aufenthalt und das An-sainmeln auf den Strassen, den Branntweinhändlern dasselbe, sowieden Verkauf an Soldaten; er verordnete ferner das Schrittfährenund die Zurückweisung flüchtiger Soldaten durch die Bürger ausihren Wohnungen. Die Begründung zu diesen Mastregeln lässtdie Grösse der stattgehabten Panik erkennen. 1 ) Um diejenigenMitglieder der bewaffneten Macht, welche eiuer solchen am meistenzugänglich waren, die mobilisirten Nationalgarden, in Selbstgefühlund Standhaftigkeit zu kräftigen, hielt General Pellissier das Eiu-schüchterungsverfahren nicht für angebracht. Im Gegentheil: an-gesichts der aus dem garibaldinischen Hauptquartier der Regierungübersandten Depeschen, welche die Haltung derselben im höchstenGrade blossstellten, hielt er eine öffentliche Genugthuung für seineTruppen vor den Augen der Bevölkerung für geboten, indem erihnen durch Maueransehlag im Anschluss an die Regierungs-Depeschevom 22. Jauuar (10 22 A.) 2 ), welche aussprach, dass die Mobilisirtenunter seinem Befehl sich glänzend benommen hätten, starke Lob-sprüche ertheilte: „Vous avez depasse mon attente“ . . . „Vousnvez garde ou repris tontes les positions qui vous ont ete as-signees.“ 3 )
III. Der 25. Januar.
In der Nacht und am Morgen des 25. herrschte bei denpreussischeu Vorposten Ruhe. Die vor Tagesanbruch aus derStellung bei Norges entsandten Infanteriestreifen fanden die vor-liegenden Dörfer St. Julien, Ogny Chateau, Ogny Ferme undBellefond nicht vom Feinde besetzt, dagegen sollte dieser überNacht in Ruffey gestanden haben. Major v. Conta meldete ausAsnieres die Zurückziehung einer beim rechten feindlichen Flügelzuvor eingetroffenen Verstärkung in der Frühe nach Dijon. Nacheiner Meldung des Generals Kettler an das Ober-Kommando 4 )schienen ihm Nachrichten über eine Verstärkung des Feindes inDijon und über starke Besetzung der Strasse nach Varois undOrgeux zugegangen zu sein. Ob diese Mittheilungen mitbestimmendgewirkt oder ob nur die Rücksichten auf bessere Verpflegung seinerTruppen und auf Irreführung des Gegners über seine Aufstellungihn zu einer Veränderung der letzteren veranlasst haben, bleibedahingestellt. Unter Festhaltung der Linie Savigny-Norges-Bretignydurch I. und F.I21 zog der General die in Vantoux, Asnieres undMessigny stehenden Truppen weiter rückwärts: und zwar das ’/ 2
q Mn. 295. — 2 ) Per. II. 7S31 No. 7759. — ;1 ) Mn. '240. — *) Kr. A. F.III 5i. »S. 507.