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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Nach 9 A. trafen 2 Mobilgarden-Kompagnien (2 bis 300 Mann)vor dem Brückenposten der 6./21 bei Buffon ein; zu spät bemerkteder Posten vor dem Gewehr in der Dunkelheit, dass die von ihmfür zurückkommende Ablösungen gehaltenen kleinen, auf ihn zu-kommenden Abtheilungen Franzosen seien; sein Schuss alarmirtezwar die Mannschaften in der Wachtstube, sie hatten jedoch zugeregeltem Widerstande keine Zeit mehr; zersprengt hinter Gebäudenund Zäunen feuerten sie auf die geschlossene Masse und zogensich dami zum Theil auf Montbard zurück, während ein anderer(etwa 15 Mann), längs der Bahn zurückweichend, die "Verbindungmit seinem Truppentheil ganz verlor und zu dem vor Dijon stehendenHalbbataillon Kornatzki stiess.

Um Mitternacht (25-/26.) brach Hauptmanu Zembsch mit der5. und 6./21 (von denen seit dem 24. noch Vize-Feldwebel Heyde-maun mit 33 Mann zur Bedeckung der die Leitung zwischen Mont-bard und Dijon wiederherstellenden Feldtelegraphen-Abtheilung ab-kommandirt war) nebst dem Post- und Telegrapheu-Personal vonMontbard nach Butfon ab, durch das bald von dort herübertönendeGewehrfeuer zu beschleunigtem Marsche angetrieben. Gegen 1 Uhrtraf er in der Nähe von Buffon einige der im Zurückgehen be-griffenen Wachtmannschaften. Sergeant Tripke hielt sich nocli miteinigen Leuten in einem Gebäude. Im weiteren Vormarsch fandHauptmann Zembsch eine in der Höhe der erst am 25. von einerSektion der Feld-Eisenbahn-Abtheilung wieder fahrbar gemachtenArmancoubrücke befindliche, über den Canal de Bourgogne führendeBrücke noch von Franzosen besetzt, gegen die sich die 5. Kom-pagnie entwickelte, um sie nach kurzem Schützengefecht mit Ver-lust von 1 verwundeten und 2 unverwundeten Gefangenen des4. Linien-Regiments und einem getödteten Reiter in den Wald inder Richtung auf Avalion zurückzuwerfen. Das am Morgen Vor-gefundene Handwerkszeug stellte die Absicht der Franzosen ausserZweifel, die Brücke wieder zu zerstören, was durch das recht-zeitige Eintreffen des Hauptmanns Zembsch vereitelt worden war.Nach einer Andeutung Garniersscheint die Unternehmung des-wegen missglückt zu sein, weil die mit dem Sprengstoff beladenenWagen einen falschen Weg eingeschlagen hatten, wodurch mehrereStunden verloren gingen- Mit Bewachung dieses Punktes beauf-tragte Zembsch den Lieutenant Hintze mit 80 Mann Infanterie und4 Dragonern, der ausserdem täglich Montbard durch Streifen ab-zusuchen hatte. Er selbst marschirte, nachdem der Abzug des

i) Ga. 276.