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aus der Stadt: Garibaldi Vater stände noch dort mit 5 bis 6000Mann, Menotti wäre am 25. mit einem kleinen Theil gegen Auxonneabmarschirt, man erwartete täglich aus Algier Verstärkungen,4 bis 5 Bataillone (Franzinis. A. d. V.) wären nach dem letztenGefecht nach Lyon zurückgeschickt, um statt ihrer bisherigenVorderlader mit Hinterladern bewaffnet zu werden.') DieseNachrichten bestätigten den allgemeinen Eindruck, den die ver-einzelten Aufklärungen von Dijon her hervorgerufen hatten, dassvon dieser Seite augenblicklich nichts Ernstliches zu besorgen wäre.Um so mehr lenkte sich des Generals Aufmerksamkeit nach Nordenund Nordwesten hin. Der am 26. in Frauthoy eingerückte Haupt-mann Kriess hatte gemeldet, dass die am 27. um 10 V. von dortnach Chätillon abgerittene Briefstreife des 1. Reserve-Husaren-Regiments bei Vaillant auf 5 feindliche, feuernd auf Langres zurück-gehende Husaren, 3 /r Meile später aber auf eine ganze Schwadrongestossen wäre, so dass sie nicht auf Chatilion hätte durchkommenkönnen. 2 ) Darauf fragte der General heim Etappen-Kommandodieser Stadt an, ob er berechtigt sei, das Briefrelais in Prauthoyohne Weiteres aufzuheben, da ihm viel an der Heranziehung derdort stehenden Kompagnien läge; die Verlegung desselben nachder Strasse über Is wäre jedenfalls sicherer. Da die Verbindungder 8. Brigade mit Chätillon durchaus erforderlich, so möge dasEtappen-Kommando, unabhängig von dem Fortbestehen des RelaisPrauthoy, ein geeignetes Relais einrichten. Major Kriess solle biszur erfolgten Ablösung durch Etappentruppen oder bis zur Auf-lösung des Relais Prauthoy daselbst stehen bleiben. 3 ) Als abederselbe im Laufe des Tages meldete, dass trotz seiner wiederholtenMittheilungen über die Schwierigkeit der Wiedereinrichtung diesesletzteren von der Etappen-Kommandantur Chätillon überhaupt keineAntwort erfolgt wäre, erhielt das II./61 Befehl, am 28. 7 V. denRückmarsch zur Brigade anzutreten. 4 )
Die Nachrichten des Hauptmanns Zembsch über Bedrohungder Linie Tonnerre-Montbard veranlassten Kettler, am 27. die 3./6 Lzur Abholung der Post nach Montbard zu schicken und durch die10./21 nebst 4 Dragonern die Gegend von St. Seine ahstreifen zulassen; letzterer ging aber um 6 A. der Befehl zu, am 28. wiederzur Brigade zu stossen. Denn der General hatte sich, um ein-tretendenfalls seinem Aufträge, die rückwärtigen Verbindungen derSüdarmee sicherzustellen, leichter genügen zu können, am Nach-
‘) Kr. A. F. III. 5. 14 S. 91. —- 2 ) Ebd. —
*) Ebd. K. 1. 15.
3 ) Ebd. K. III. 43?. —