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C.G. Calwer's Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europa's ; zum Handgebrauche für Sammler / herausgegeben von Professor Dr. G. Jäger
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Seite
XIV
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Ueber clie Nahrung der Käfer findet der Leser bei den einzelnen .Gattungen und Arten das nöthige angegeben, es sei deshalb hiernur folgendes bemerkt. Bei vielen, aber durchaus nicht bei allenKäfern nährt sich der fertige Käfer von den gleichen Stoffen, wieseine Larve; so ist es ein sehr gewöhnlicher Fall, dass Käfer, derenLarven sich von Holz oder thierischen Besten nährten, nur noch g .

Blutenstaub, oder Nektar oder ausfliessende Pflanzensäfte gemessen. ^

Nach der Art ihrer Nahrung unterscheidet man Baubkäfer, die rusich von lebenden Thieren, meist wieder Insekten oder Würmern,Schnecken, jungen Fischen etc. nähren, Aaskäfer, Dungkäfer, Holz- aukäfer, Bindenkäfer, Blattkäfer, Blütenkäfer etc. jj;

Die Fortbewegung besorgen die Käfer durch Fliegen, Laufen, e ^ (

Hüpfen, Schnellen, Schwimmen und Fallen. Der Flug der Käfer e jj

geht in der Kegel namentlich bei allen grösseren stätig s j (gerade aus und ist ziemlich schwerfällig, wodurch der Erfahreneschon aus der Entfernung dieselben von den unstet und leicht kjifliegenden anderen Insekten unterscheidet. Nur bei ganz kleinen 1 g eArten sieht man einen geigenden Flug. Wenige Käfer sind so p,

schnell und flugparat, dass zu ihrem Fang das Netz erforderlichist, derlei sind z. B. die Cicindelen, manche Buprestiden und zo

Donacien, doch auch diese nur im hellen Sonnenschein; die meisten ai

Käfer lassen dem Sammler vor dem Abfliegen genügend Zeit, um j^c

sie mit der Hand zu ergreifen. Im Laufen zeichnen sich besonders g (

die Carabiden, die man deshalb auch Laufkäfer nennt, sowie die H

Staphylinen durch grosse Geschicklichkeit und Schnelligkeit aus, k;

und auf rauhem, rissigem Terrain bereiten sie dem Anfänger tl

manche Enttäuschung; das Netz ist hiebei nicht zu gebrauchen. ] 1£

Noch schwieriger sind die hüpfenden Käfer, die Erdflöhe (Haltica) <jj

und Springrüssler (Orchestes) zu ergreifen. Mittelst ihrer dick- ei

schenkligen Hinterfüsse führen sie blitzartig, wie die Flöhe, weite j e

Sprünge aus und bringen einen selbst, wenn man sie schon im g -

Streifsack hat, noch in Notb. Eine eigenthümliche Fortbewegungs-methode ist das Schnellen, durch das eine ganze Familie, die ^

der Schnellkäfer (Elateriden), ausgezeichnet ist; sobald sie auf q

den Bücken fallen, so biegen sie das Gelenk zwischen Halsschild ^

und Leib so, dass diese Theile einen nach rückwärts geöffneten 2 ,

stumpfen Winkel bilden. Ein dornartiger Fortsatz an der Bauch- ' a -

seite des Halsschildes wird auf den Band einer Grube der Mittel- ^

brust aufgepresst und wie er in die Grube einschnellt, verwandelt