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Wasserfläche treiben, woselbst man sie mit dem Netz aufnimmt.Ebenso bekommt man auch einen Tbeil der Parniden. AndereParniden wie Elmis, bat man unter den Steinen stark fliessenderBäche, Potamopbilus am Pfahlwerk und Flossholz der Flüsse, Ma-cronychus an untergetauchten halbverfaulten Weidenzweigen zusuchen. Yon Rüsselkäfern finden sich an Pflanzen unter WasserPhytobius, Litodactylus, von Blattkäfern Haemonia, von denzwei Arten im Meer an den Wurzeln von Equisetum marinum, Po-tamogeton marinus und Zostera gesucht werden müssen. In demmodernden Holz von Brücken und Uferpfosten leben die Larvenvon 3 Scheinböcken (Nacerdes, Anoncodes und Ditylus). Denreichsten Fang an Wasserkäfern macht man im stehenden Wasser,wo die meisten Hydrocantharen und Hydrophiliden leben; das flies-sende Wasser enthält nur: von Hydrocantharen Ilyhius- und Agabus-Arten (diese besonders gern in Quellen) und Hydroporus, von Dreh-käfern den Orectochilus villosus, von Hydrophiliden Hydraena,sowie die meisten Parniden. Beim Fang mit dem Wassernetz mussman rasch zu Werk gehen, von innen gegen das Ufer her fahrenund durch die Pflanzen streifen. Besonders suche man schmaleWassergräben, die mit Teichen, Altwassern von Flüssen etc. inVerbindung stehen. Hat man ein Netz, welches die ganze Breitedes Grabens beherrscht und streift von der Ausmündung gegen dasblinde Ende, so macht man den reichsten Fang. Weiter sind günstigPfützen, die durch Austrocknung sehr eingeengt sind und die grossenWasserkäfer erhält man am besten, wenn man Fischteiche ablässt,eine Gelegenheit, die man nie versäumen soll.
18) Sammler von Kleinkäfern sind darauf aufmerksam zumachen, dass viele Arten, die äusserst versteckt leben und des-halb sowohl als wegen ihrer Kleinheit sehr schwer zu finden sind,zu Zeiten in der Luft schwärmen, wo man sie natürlich viel leichtererblickt und mit der Hand oder einem kleinen Netzchen fangenkann. Man schenke deshalb diesen fliegenden Käferchen stetsseine Aufmerksamkeit, es sind meist Staphylinen, Aphodius-Arten,Nitiduliden, Bostrichiden etc.
19) Der beste Fundort für Raritäten sind endlich die Samm-lungen älterer erfahrener Freunde.