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Die bayerische Industrie und die bayerische Landes-Ausstellung 1896 : zugleich ein Führer nach Industriezweigen für Fachleute / von Dr. Gottfried Zöpfl
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im Kataloge; umsomehr glaube ich im Nachfolgenden ausneueren Quellen (1882 er Gewerbestatistik, Statist. Jalirb.für das Kgr. Bayern , Handelskammerberichte etc.) stetseinige Mittbeilungen beifügen zu sollen. Dadurch wirdsich vor allem bemessen lassen, inwieweit die bayer. Landes-ausstellung thatsächlich ein Gesammtbild der gewerblichenBetriebsamkeit Bayerns gibt. Sodann werde ich michjedoch bei der Besprechung der. Ausstellung selbst mit derIndustrie im engeren Sinne begnügen. Innerhalb dieserBegrenzung muss ich mich auf das wichtigste, auf das,was für weitere Kreise auch ausserhalb Bayerns und Deutsch-lands nach meiner Meinung von Interesse ist, also vorallem auf die Exportindustrie beschränken.

Bei einem solchen Massstabe müsste die sonst rechtansehnliche bayerische Industrietliätigkeit freilich arg zu-sammenschrumpfen ; trotzdem wäre es ganz verfehlt,Bayern immer noch als einen Agrarstaat zu bezeichnen.Nach Easp (Die Ergebnisse der Berufszählung im König-reich Bayern vom 5. Juni 1882) kommen von den5,268,761 Bewohnern des Königreichs 2,681,265 Personenauf die Berufsabtheilung: Landwirtschaft, Thierzucht,Gärtnerei, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei, 1,492,391Personen auf Bergbau, Hüttenwesen, Industrie und Bau-gewerbe, 435,701 Personen auf Handel und Verkehr. Dieam meisten Menschen beschäftigenden Gewerbe in Bayern sind ausser Handels- und Verkehrsgewerbe, Baugewerbeund Bekleidungsgewerbe, die Industrie der Nahrungs- undGenussmittel (37,9 auf 1000 Einwohner), die Industrie derHolz- und Schnitzstoffe (28,9), die Textilindustrie (25,5),die Metallverarbeitung (24,4), die Industrie der Steineund Erden (10,10), die Verfertigung von Maschinen, Werk-zeugen, Instrumenten und Apparaten (14,3). Die Industriekann als ziemlich dezentralisirt bezeichnet werden, denn