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Nur auf den Fa ll hin, daß die Anzahl der Burgerssöhne nicht das Maxkmum von dreißigSchülern in einer Classe erreichte , ist auch Kindern auS achtbaren Familien hiesiger Einwohner-schaft der Eintritt zu gestatten. Doch soll ein einmal angenommener Nichtburgec nicht zumAustritt gezwungen werden, um einem später sich meldenden Bürger Platz zu machen.
Von den Eintretenden wird gefordert, daß sie als Minimum des Alters das neunte Jahrzurückgelegt haben.
Der Eintritt steht zu jeder Zeit offen. Die sich um denselben bewerbenden Knaben sollenaber durch ein strenges Examen ausweisen, daß sie im Stande seien, mit einer der drei Classenfortzuschreiten. Sie werden" alsdann ohne Rücksicht aus ihr Alter, sofern dasselbe nur jenesMinimum übersteigt, derjenigen Classe beigeordnet, die ihren Kenntnissen angemessen ist.
Auf den Fall hin, daß Unsittlichkeit oder sonstige Verhältnisse einer Familie, sei dieselbebürgerlich oder nicht bürgerlich, befürchten lassen, daß die Aufnahme ihrer Kinder in die Anstaltderselben zum Nachtheil gereichen möchte, hat die Direction, allfällig nach einer zu ertheilendenJnstruction, dieselben abzuweisen.
Z. Unterrichtsfächer.
Obgleich es erst die Aufgabe der künftigen Direction sein kann, einen speciellen Unterrichts-plan, nebst einer Stundentafel zu entwerfen, so glauben wir doch, den nachfolgenden Entwurfbeifügen zu sollen, indem daraus wohl am klarsten unsere Ansicht über die Wahl und Behand-lungsweise der verschiedenen Lehrfächer sich wird entnehmen lassen. Zu besserer Uebersicht fassenwir mehrere sich näher verwandte Fächer zusammen, indem wir die elementaren und vorbereitendenvorausgehen lassen.
s. Kunstfertigkeiten.
Wir vereinigen unter dieser Aufschrift den Unterricht im Schreiben, Zeichnen und Singen»Der Schreibunterricht der Realschule bezweckt die Bildung einer schönen und currentenHandschrift im Deutschen und Französischen; Anleitung zur Compvsi'tion tabellarischer Arbeiten,geschmackvoller Ausfertigung von Schriften, Titeln, größeren Rechnungen u. s. w. DerSchüler soll beim Austritt eine Sammlung besitzen, theils von Modellen zu den ihm im künf-tigen Beruf vorkommenden Schriften, theils von tabellarisch zusammengezogenen Kenntnissen,wie Maaß- und Gewichtskunde, Tabellen aus der Physik und Chemie u. s. w. — Der Unterrichtim Zeichnen wird von den ersten Anfangsgründen der freien Handzeichnung fortgesetzt bis zurakademischen Zeichnung nach Modellen, mit vorzüglicher Rücksicht auf Bildung deS Geschmacksund Erweckung des Sinnes für schöne Kunst. Da dieses Fach für eine beträchtliche Klasse vonSchülern von großer Wichtigkeit sein wird, so ist Vorsorge zu treffen, daß außer der bedeutendenAnzahl ordentlicher Unterrichtsstunden, der Zeichnungssaal auch in den Freistunden besucht werden