I o h. Peter Uz
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Wie groß —/ wie gütig muß er seyn,Der Würmchen dich erschuf/ so klein/ —Dich schmückte mit so vieler Pracht/Und der dich itzt so fröhlich macht/ —Der Gott/ den wir nicht sehn! —
I o h. Peter Uz,
geboren 1720; gestorben 17SS.
1. An die Sonne.
Sonne/ Königinn der Welt/
Die unser dunk'les Rund erhellt/
In lichter Majestät/
Erhab'nes Wunder einer Hand/ '
Die jene Himmel aufgespanntUnd Sterne hingesät.
Noch heute seh' ich deinen Glanz;
Mir lacht in ihrem Blumenkranz'
Noch heute die Natur;
Der Vögel buntgefiedert' HeerSingt morgen mir vielleicht nicht mehrIm Wald' und auf der Flur.
Ich fühle, daß ich sterblich bin;
Mein Leben welkt, wie Gras, dahin,
Wie ein verschmachtend' Laub.
Wer weiß: wie unerwartet baldDes Höchsten Wort an mich erschallt:„Komm wieder in den Staub!" —
Wann mich das finst're Grab verschlingt, —Ein ewig' Schweigen mich umringt, —Mich die Verwesung nagt;
Alsdann bleibt Alles doch zurück;
Und hätte gleich ein lächelnd GlückMir keinen Wunsch versagt.
O Thorheit! — wenn ich mich verkanntUnd, nach der Erde Lieblingötand',