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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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gest. 1787.)

Salomon Geßner.

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trügendem Sumpf. Wann der Redliche opfert; dann steigt der Opferrauchhoch zum Olymp'/ und die Götter hören/ seegnend/ seinen Dank und seinFlehen. Ihm singt die Eule nicht banges Unglück und der traurig kräch-zende Nachtrabe; er wohnt sicher und ruht unter seinem friedlichen Dach';die freundlichen Hausgötter sehn des Redlichen Geschäffte und hören seinefreundlichen Reden und seegnen ihn. Zwar kommen trübe Tage im Früh-ling'/ zwar kommen donnernde Wolken im seegenvollen Sommer; aber/Sohn/ murre nicht; wenn Zeus unter deine Hand voll Tage auch trübeStunden mischt! Vergiß nicht meine Lehren/ Sohn! ich gehe vor dir hinzum Grabe. Schonet/ ihr Sturmwinde/ schonet des herbstlichenSchmuckes! laßt sanftere Winde/ spielend/ das sterbende Laub langsamden Bäumen rauben; so kann die bunte Gegend noch mich entzücken! Viel-leicht/ wann du wieder kommst/ schöner Herbst/ vielleicht seh' ich dichdann nicht mehr. Welchem Baum' entsinkt dann das sterbende Laub aufmein ruhiges Grab'.""

So sang der Greiö/ und Tityrus drückte/ weinend / des Vaters Handan seine Wangen.

6. Menalkas und Alexis.

Ein Greis war Menalkas; achtzig Fahre waren schon über sein Haupthingeflogen; Silber war sein Haar auf seiner Scheitel und um sein Kinn/und ein Stab sicherte seinen wankenden Fußtritt. Und wie Der/ der/ nachden Arbeiten eines schönen SommertaqeS/ vergnügt an der Kühlung desAbend'S/ sitzt/ den Göttern dankt und so den stillen Schlaf erwartet- sowaren seine übrigen Tage den Göttern und der Ruhe geheiligt; denn er hattegearbeitet und Gutes gethan und erwartete/ gelassen und froh/ den Schlum-mer im Grabe. Er sah seine Kinder geseegnet; reiche Heerden und schöneTristen hatt' er ihnen übergeben. Mit zärtlicher Sorgfalt eiferten sie: Wermehr die Pflege der Fugend ihm vergelten könne/ und das lassen die Göt-ter nicht ungeseegnet. Vor seiner Hütte saß er oft oder im sonnenreichenVorhauS'/ wo er den wohlbepflanzten Garten übersah/ oder iii/ weit sichverlierender/ Entfernung die Arbeit und den Reichthum des FeldeS/ oderer hielt den Vorübergehenden mit freundlicher Schwatzhastigkeit auf undhörte die Geschichtchen der Nachbarschaft und vou dem Fremdling' dieNeuigkeiten und Sitten und Gebräuche ferner Länder. Seine Kindeskinder/sein süßester Zeitvertreib/ gaukelten dann um ihn her;-er schlichtete ihrekleinen Zwiste und lehrte sie gütig seyn und nachgebend und mitleidig ge-gen den Menschen und gegen das kleinste Thier/ und unter die mannichfal-tigen Spiel«/ die er sie lehrt«/ mischet' er immer süßtreffenden Unterricht.Er selbst macht' ihnen ihr Spielgeräthe; immer kamen sie gelaufen:mach'uns dies und mach' uns das!" und wann'ö fertig war/ küßten sie ihn und