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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Matthias Klaudius.

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schen, und Tropfen starren an Tropfen, indem sie fortfließen wollen. Dievon Felsen Herabfließenden Regenstrbme haben ihren Hauch vergessen undbilden an den Wänden, an welchen sie sich ergossen, lange weiße Säulen,die dem Auge entgegenschimmern; dann tönt die Erde unter dem Schrittedes Reisenden, und jeder Schall bricht Heller durch die kalte Luft- Ver-gebens senken sich die Strahlen des Mittags auf die versteinerte Erde her-ab; kaum fühlt sie die schwache Berührung des wärmende» Licht'ö undwenn auch das Thal, auf einige Stunden, seine Härte erweichen zu lassenscheint; so wiederhohlt doch bald der Frost sein kaltes Blasen und bezwingtDas, Was die milde Sonne aufgelöst hatte, wieder unter seine rauheHerrschaft.

Matthias Klaudius,

geboren 174Z, gestorben >815.

1. A b e

Aomm, stiller Abend, niederAuf unsre kleine Flur!

Dir tönen unsre Lieder.

Wie schön bist du, Natur!

Schon steigt die AbendrötheHerab in's kühle Thal;

Bald glänzt die sanfterhöhteDer Sonne letzten Stral.

2. Der Ri

^§ar einst der Niest GoliathGar ein gefährlich' Mann;

Er hatte Tressen um den HutUnd eine Troddel d'ranUnd einen Rock, von Golde schwer;Wer zahlt die Dinge alle her?

Aus seinen Schnurrbart sah man nurMit Schauder und mit GrauS,

Und dabei sah' er von Natur

n d l i e d.

All überall herrscht Schweigen;

Nur hier aus unserm Chor'Steigt unter grünen Zweigen.

Ein Danklied noch empor.

Komm, lieber Abend, niederAuf unsre kleine Flur!

Dir danken unser Lieder,

Dir, Vater der Natur.

se Goliath.

Gar wild und grimmig aus;

Sein Sarras war, man glaubt es kaum.So groß wie schier ein Wcberbaum.

Er hatte Knochen, wie ein Gaul,

Und eine freche Stirn'

Und ein entsetzlich' groheS MaulUnd nur ein kleines Hirn,

Gab Jedem einen RibbenstohUnd flunkerte und pralle groß.

G