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Magnus Gottfried Lichtwer. fgb.ins, gst.itSZ.)
Und meldete der Sänger Chören:
Daß nun der Frühling nahe sey.
Ihr Lied dringt aus den heitern LüftenJn'S grüne Thal/ belebt die Triften.
Der Uhu horcht und ächzt dabei:
Daß er nicht aüch so fröhlich sey.
Die Ungeduld ermuntert ihn/
Sich aus dem Neste zu bemühen.
Die scheue Lerche wollte fliehen;
Sie wollte fort; als er erschien;
Doch/ war der guten Lerche bange/
So dauerte die Angst nicht lange;
Da sie/ zu ihrem Trost'/ vernahm:
Daß er in Frieden zu ihr kam. —
Es schien dem Uhu zweifelöfreyDas Lerchenfleisch nicht viel zu taugen;
Er schwur/ bei seinen großen Augen/
Daß er itzt gar nicht hungrig sey.
„Die Neugier'' —/ sprach er/ — „dich zu fragen/Hat mich zu dir hieher getragen;
Sag' nur nur: Was die Ursach' ist/
Daß du beständig fröhlich bist?" —
„„Monarch der Eulen/'" — sagte sie/ —
„„Wer stets gesunde Tage zählet/
Und fliegen kan«/ wohin er wählet/
Wie kann Der trauern?"" — „Fragst du wie?"Fiel ihr der Uhu in die Rede/ —
Du scheinst doch sonst nicht wenig blöde;
Denkst du denn niemals an den TodUnd Was dir Herbst und Winter droht?" —
„„Ich denke"" — sprach sie/ — „„wol daran;Allein der Tod ist,unvermeidlich/ —
Die Herbst- nnd Winterzeit noch leidlich/
Und itzt geht ja der Frühling an.
Ich leb' indessen/ nach der Lehre/
Die ich von jenem Schäfer höre/
Der dort im Grünen vor uns liegt:
Ein Weiser lebt nie mißvergnügt."" —
„Geh' hin/ du kleine Närrin»/ — du!" —
Fiel der Bescheid auS/ — „das sind Lehre»/
Die für die Lerchen nur gehören." —
Die Lerche flog dem Schäfer zu
Und schwirrte munter/ zu -er Reise: