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Ioh. Fr. Freyherr v. Kronegk. lgb.trzi, gst.,7Ls.)
Ich höre dich; mein Vater spricht:
„Ich bin dein Schutz, dein Trost, dein Licht;
Geh' hin, mein Sohn, in Frieden!" —
6. Der auferftand'ne Heiland
as Grab zerbricht, und Gottes SohnVerlaßt der Todten Grüfte.
Es dringt ein lauter Jubelten,Siegvrangend, durch die Lüfte.
Du, den der Engel Loblied »reist,Entreiße. Vater, meinen GeistDen Neigungen der Erde,
Daß Dir er heilig werde!
Ich geh' zum Vater in daS Reich,
Das er auch euch befchicden.
Geh't! — meinen Frieden laß' ich euch;
Ich geb' euch meinen Frieden.
Nicht geb' ich, wie die Welt ihn giebt.Daran: daß ihr einander lieb't.
Wird einst die Welt erkennen:
Ob ihr auch mein zu nennen."
Die Menschheit, Herr, erlaubt mir nicht,Mit dir emvor zu steigen;
Bis meines Körpers Grab zerbricht;
Bis stch mein Haupt wird neigen.Alsdann nimm, nach vollbrachtem Laus,-Erstand'ner Heiland, nimm mich auf! —Herr, nimm, be» meinem Ende,
Den Geist in deine Hände!
So sprach der Herr. Ihr Christen, denk'tAn eures Heilandes Liebe! —
Denk't, daß, Wer seinen Nächsten krankt,Auch Jesum selbst betrübe.
Lob't euren Gott in jedem Stand'!
Die Zwietracht se» von euch verbannt!Vergeb't! — Nach diesem Leben,
Wird Gott auch euch vergeben.
Mensch, willst du Gott in seinem Reich',Nach deinem Tode, sehen;
So muß'st du, deinem Hestand' gleich,Von Todten auferstehen. —
Der lebt nicht, den die Lust der Welt —Den ihre Pracht gefesselt halt.
Nach Gott und Tugend streben;
Nur Das heißt: wirklich lebe».
Erretter, Heiland, Menschenfreund,Erweck' in mir die Triebe,
Durch die man stch mit dir vereint:
Den Glauben und die Liehe!
Mein Leben weih' stch dir allein!
Laß' mich dem Nächsten nützlich seyn!Gieb selber Geist und KräfteZu jeglichem Geschaffte!
Wohl dir; wenn du daS Laster stiehst, —Dem Frevler dich entziehest.
Und liebst den Gott, den du nicht stehst,Im Menschen, den du stehest'.
Als schon die nahe Stunde kam;
Als der Erlöser Abschied nahm;
Da sprach er zu den Seinen:
„Hör't auf, um mich zu weinen!
So kaun ich leben, als ein Christ,
Und, als ein Christ, erblassen.
Ich weiß, daß Du mein Heiland bist; —Ich will von dir nicht lassen.
Herr, seeg'ne mich! zu seiner ZeitLaß' einst zu deiner Ewigkeit
Vom Grab' empor mich schwingenUnd: „heilig, heilig!'' — singen!