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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Gdttlieb Eoiirad Pfeffel.

fged. I7ZS.

2. Der Vatermörder.

^in Vater starb von Sohnes Hand.

Kein Wolf, kein Tiger, nein!

Der Mensch, der Thiere Fürst, erfandDen Vatermord allein.

Der Thäter floh, um dem Gericht'

Sein Opfer zu entzieh'»,

An einen Wald; doch konnt' er nichtDen innern Richter fliehn'.

Verzerrt und hager, stumm und bleich,

Mit Lumpen angethan,

Dem Dämon der Verzweiflung gleich,

Traf ihn ein Häscher an.

Voll Grimm zerstörte der BarbarEin Nest mit einem Stein'

Und mordete die kleine SchaarDer armen Vögelein.

Halt ein!" rief ihm der Scherge zu,Verruchter Schadenfroh!

Mit welchem Rechte marterst duDie frommen Thierchen so?"

Was fromm!"" sprach rener, den die WuthKaum hörbar stammeln ließ;

Ich that eS, weil die HöllenbrutMich Vatermörder hieß.""

Der Mann beschaut ihn: seine ThatVerräth sein irrer Blick.

Er faßt den Mörder, und das RadBestraft sein Bubenstück.

Du, Gottes zweyte Heroldin,

Gewissen, Wer ihn nichtIm Weltbau' sieht, Der höret ihnIn deinem Strafgericht'.