Joachim Christian Blum
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Joachim Christian Blum.
geboren 17ZS, gestorben 17S0.
1. An meine Mutter.
^ du, in deren holden ArmenDer erste Morgen mir gelacht,
O, die du, mit dem Leben, alle warmenGefühle mir in's Blut gebracht,
An deinem mütterlichen Busen
Trank ich die frühe Weisheit ein.
Der Tugend hold, der immerfrohen MusenUnd edler Seelen Freund zu seyn.
Oft —, daß dein Auge noch der MorgenIn Thränen, unbesucht vom Schlaf',
Und für mein Wohl dich, unter tausend Sorgen,
Auf deinem Lager, seufzend, traf.
Oft —, daß die Sonne dir entzogen,
In trüben Wolken unterging,
Von Lieb' und Furcht, dein Auge, dann bewogen,
An jedem meiner Pfade hing,
Und deine Seele, betend, lallte:
„Laß', Himmel, wo-im öden Hain'
Mein Liebling irrt, wo er am Ufer walkte, —
Laß' deine Schaaren um ihn seyn!" —
Ja, rinne nur, dankbare Zähre,
Hin auf mein frommes Saitenspicl,
Und redet laut, ihr meiner Harfen Chöre,
Mein ganzes inniges Gefühl!
Sag't: daß ich, vor Verlangen, glühe, ,
Solch' einer Mutter werth zu seyn,
Für ihre Gunst, für ihrer Sorgen MüheMein bestes Leben ihr zu weih n!