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Christian Friedrich Dämel Schubact.
fge». t'ZS.
z. Der Jüngling von Nain.
Traurigkeit verloren/Schau'/ sich're Tugend/ heutVor Nain'S kleinen ThorenEin Bild der Eitelkeit!
Dort sinkt die Wittwe niederUnd ächzt um ihren Sohn. —O/ singe Leichcnlieder,,
Im tiefsten Klageton'!
Den einzigen der SöhneDeckt/ stumm/ die Bahre zu/Und seiner Mutter ThräneGeleitet ihn zur Ruh'.
Jedpch —, genug geweinet! —Weib/ trock'ne dein Gesicht! —Der Menschenfreund erscheinetUnd ruft: „Weib/ weine nicht!"
Du aber, Jüngling/ höre/Von tiefem Ernst' erfüllt/
Dom Todten diese Lehre:
Ich war dein Ebenbild." —Erheb' an seinem GrabeDas bange Klaggeschrey:
„So ist denn auch der KnabeNicht vor dem Tode frey?'' —
Nein, Männer, Greise, KinderSind Asche, Sand und Staub;Denn sie sind Alle SünderUnd meist der Lüge Raub.
Vom Kleinen bis zum GroßenHerrscht Tod und Krankheit hier. —Heut' blühen wir, wie Rosen,
Und — morgen welken wir.
Der Frühling meiner JahreIst «ine eit'le Pracht. —
Vielleicht wird schon die BahreFür meinen Leib gemacht.
Nun denn! in Gottes WillenErgeb' ich meinen Sinn. —
Ich will sie gerne füllen;
Wenn nur ich seelig bin. —
Ja, Gott, der Buße Schmerze»Erfüllen ganz mich heut';
Reiß' doch aus meinem HerzenDas Bild der Eitelkeit!
Entzünd' in mir die TugendUnd, ach! gedenke nichtDer Sünden meiner Jugend,
In deinem Zorngericht'!
Willst du den Körper stärken;So thu' es immerhin!
Daß ich mit guten WerkenDem Lande nützlich bin.
Doch) wenn mein frühes EndeDein Wille, Gott, beschleußt;So nimm in deine HändeAuch meinen Blüthengeist!