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Joh. Georg Jakobi
sgeb. 174».
Alles zeigt ihr seine Spur. — Singt im Dornenkranz' und legtHeilig ist des Schöpfers Hülle. — Auf ein Kreuz die matten Hände.Zu Dem Barer betet nur Noch, voll Lieb' und Hoffnung, schlägt
Einfalt »u« des Herzens Fülle, — Ihre Brust am Lebensende.
So verläßt sie Flur und Hain, —Blickt von ihrer stillen WieseFroh gen Himmel, schlummert einUnd erwacht im Paradiese.
9« Wiegenlied
chlmn'rr, Liebchen! — bist n»ch klein.Wein st von» schönen Sonnenschein'—,Weiß'st v>,m Strahl' des Mondenlicht'sUnd von Wald' und Blumen Nichts;Liebchen, schlumm're, — werde groß! —Sollst es sek/n auf meinem Echooß'. —
Sollst den tIlanz des Himmels seh'nUnd aus ihm die Sonne geb'nÜber Wiesen, frisch und grün,
Wo die blaue» Veilchen bliih'n;Veilchen werd en dann gepstückt, —
Du an'S Mut terherj gedrückt. —
Mir am Herzen, liebes Kind,
Spielst du kroh i», Morgenwind'.
Über dir rst Jubelklang;um dich her ist Lobgefang;
Leiser rauschen Paum und Fluß,tUld du ,'ÜHM den Muiterkuß.
für ein Mädchen.
Liebchen, schlumm're, wachs' Hera«! —Sieh'st in meinen Armen dannAuch der Abendsonne Gluth, —
Siehst, wann Feld und Aue ruht,
Gold und Purpur überall,
Vei'm Gesang der Nachtigall. ^
Unter'«» Nachtigallen Lied'
Kommt der helle Mond und stehtMild herab auf dich und mich;
Alle Blumen neigen sich, !
Und die Händchen fält' ich dir: I
„Kleiner Engel, Gott ist hier. —
Gott ist hoch im Stcrnenglanz'
Und in. niedern Veilchenkran;', —
Ist, wo jener Vogel schlagt, .
Und wo dieser Arm dich trägt," — !
Sag' in jedem Winkel dir: !
„Liebes Mädchen, Gott ist hier." — !
10. Vergänglichkeit.
Nach einem ältern Liede.
^ag't! wo sind die Veilchen hin,Die so freudig glänztenUnd der Blumen KöniginnIhren Weg bekränzten? —„Füngling, achl der Lenz entflieht;Diese Veilchen sind verblüht." —
Sag't! wo sind die Rosen hin,
Die wir, singend, pflückten; ,Als sich Hirt und SchäferinnHut und Busen schmückten? —„Mädchen, ach! der Sommer flieht;Diese Rosen sind verblüht." —