Heinrich Christian Ludwig Senf (Filidor.)
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Nun athmet in den abgekühlten LüftenDer Busen neue Lebenskraft;
Und/ Was da fühlt in Hain' und Feld' und. KlüftenVerherrlicht dich/ der Alles schafft. —
O, welche Pracht! wann morgen/ klar und mild«/
Am Hain' herauf die Sonne strahlt/
Und die/ wie neugeschaffene»/ GefildeMit gluthcrhbhter'n Farben malt/ —
In ihrem Gold' die feuchten Wipfel blinken,
Und tausend Blumen, aufgeblüht,
Vom Gartenbeet' und von der Wiese winken,-Und überall ertönt der Dögel Lied.
Find' ich nicht hier ein Bild vom MenschenlebenUnd Trost auf meiner Pilgerschaft?' — -
Schier hat die'Gluth des Morgens alles StrebenAus meiner Seele weggerafft ' '
Wie sehnt' ich mich doch, schmachtend, oft nach Schatten!Und weit und breit fand ich ihn nicht.
ES kühlete kein sanfter West mir Matte» -Das wundgebrannte Angesicht.
Doch wird vielleicht mein Abend Kühlung thauen;
Wann mir das Ziel der Reise winkt;
Noch eh im Schooß' der stillen SchlummeraucNMein Pilgerstab der Hand entsinkt.
Vielleicht geh' ich, noch hier auf dieser ErdenGelobet und erquickt, zur Ruh'.
Vielleicht drückt der verlorenen GefährtenNoch einer mir die Augen zu.
Und, nach der Nacht, — Allvater, welch' ein Morgen!
^ Wie wird dann dem Erwachten seyn!
Wie werd' ich da, nicht mehr getränkt von Sorgen,
Mich deiner neuen Schöpfung freu n!
O, dann-nrchdringt mein Blick die Paradiese,
Wo keine müden Waller geh n! —
Dann werd' ich dich, mein Dämon, — dich, Elise, —Mit welcher Wonne! — wicdcrsch'n.