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Johann Gaudenz Freyherr von Salis. fqeb. irsr.
9. Der Landmann in der Fremde.
braute Heimath meiner Liebe»/ Selbst des Nachts in meinen TräumenDenk' ich still an dich zurück; Schiff' ich auf der Heimath See/Wird mir wohl, und dennoch trüben Schütt'le Aepfel von den Bäume»/,Sehnsuchtthränen meinen Blick. Wäß're meiner Wiesen Klee/ —
Stiller Weihet/ gränumfangcn Lösch' aus meines Brunnens RöhrenDom beschirmenden Gesträuch'/— Meinen Durst am schwühlen Tag',-Kleine Hütte, — voll Verlangen, Pflück' im Walde Haidebeeren,
Denk' ich immer noch an euch, — Wo ich einst im Schatten lag. —
An die Fenster, die mit Reben Wann erblick' ich dort die Linde,Einst mein Vater selbst jimzog, — Auf dem Kirchenplatz' gepflanzt.
An den Birnbaum, der daneben Wo, gekühlt vom Abendwinde,
Auf das nied're Dach sich bog. Uns're frohe Jugend tanzt? —
WaS mich dort, als Kind, erfreute, Wann—deSKirchthurm'ö Giebclspitze,Kommt mir wieder lebhaft vor; Halb in Obybaumwald verhüllt,Das bekannte Dorfgeläute Wo der Storch auf hohem Sitze
Schallt, vernehmlich, mir in'e Ohr. Seiner Jungen Hunger stillt? —
Traute Heimath meiner Väter,
Wird bei deines Friedhof'S Thür'
Nicht einst, früher oder spater,
Auch ein Ruheplätzchen mir?
10. E r m u
<§eh't wie die Tage steh sonnig verklären!
Blau ist der Himmel und grünend das Land.Klag' ist ein Mißten im Chöre der Sphären. -Trägt die Natur denn ein Trauergewand? -Hebet die Blicke/die, trübe, sich senken! —Hebet die Blicke! des Schonen ist Viel.Lugend wird selber zu Freuden uns lenken;Freud' ist der Weisheit belohnendes Ziel.
Jubelnde Lerchen verkünden unS Freude.—Horch'l! ihr ertönet des Hänfling's Gesang.Athmet! — ste duftet im Rosengestäude.Fühlet! ste säuselt am Backstein entlang.
n t e r u n g.
Kostet! - ste glüht uns im Safte der Traube,Würzet die Früchte, bci'm ländliche» Mahl'.Schauet! - ste grünet in Kräutern und Laube,Malt unS die Aussicht in'S blumige Thal.
Freunde, was gleiten euch weibische'ThränenÜber die blühenden Wangen hinab?Ziemt sich für Männer dies weichliche Sehnen?
Wünscht ihr, verzagend,zu modern imGrab'?Edleres bleibt uns noch Viel zu verrichten;
Viel auch des Guten ist nock> nicht gethan.Heiterkeit lohnt die Erfüllung der Pflichten;Ruhe beschattet das Ende der Bahn.