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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Einleitung. 2. Capitel. Literatur.

Die freisinnige Richtung, die sich mit der Hierarchie auszugleichen wußte,ist gemessen vertreten durch Ritter/) ohne viel Geistcsaufwand in demausführlichen, gemeinnützigen, mit Schröckh verwandten Werke vonLocherer/) Ruttenflock hat sich in schlichter Erzählung sorgfältigan Thatsachen gehalten?') Anderwärts stehn die Gegensätze schroff widereinander. Hortig vertheidigte mit scharfem Witze die hierarchische Be-trachtungsweise der Geschichte, ernster die Fortsetzung vonDöllinger,der in der Umarbeitung ein großartiges Werk verheißen hatte, in welchemunhaltbare Fabeln der Hierarchie als gleichgültig preisgegeben, aber alleirgend einer Vertheidigung fähige Behauptungen derselben mit gelehrtemScharfsinne geborgen werden; sein Lehrbuch enthält die äußerlichenFacta?) Dagegen Reichlin-Meldegg eine weitschweifige, deklama-torische und leichtgenommene Schmähschrift gegen das kirchliche Alterthumverfaßte, durch die er nothwendig mit seiner Kirche zerfiel/) Bereitshatte Möhlerals Lehrer und in Monographien mit gründlicher Quellen-kunde bis auf die Höhen des Mittelalters das Vertrauen wieder gestärktzu einer katholischen Geschichtschreibung, die der modernen Bildung ge-wachsen in den wechselnden Gebilden seiner Kirche ihren fronkmen Sinnnachwies und sie auf damaligem Standpunkte einer gewissen Freisinnig-keit liebevoll verherrlichte. Seine Vorlesungen sind in verschiedener Reifeaus mancherlei Heften zusammengestellt und ergänzt?) Durch Mählerangeregt bezeichnet Alzog die zumal in der 1. Ausgabe noch unbehol-fene , aber lebensfrische Übertragung einer protestantischen Form auf denkatholischen Standpunkt, der immer gläubiger an den Papst gewordenist."? Gewandteren Styls, in der Form nach Kurtz, hatX. Kraus dasder römischen Geschichtschreibung so verdrießliche Jahr der WittenbergerThesen als epochemachend mit demEnde des byzantinischen Reichs s1453)vertauscht und mit 1869 als festem Markstein seine Kirchengeschichte be-schlossen, welche meist sachkundig, vorsichtig, zuweilen freisinnig im Sinneseiner Tübinger Schule, doch auch den Jesuiten genügen könnte/) wäh-rend Annegarndie Geschichte der Kirche so naiv, formlos und langwei-lig zusammengestellt hat?) wie sie vor der josephinischen Zeit in Deutsch-land üblich war.

/YHB.d.KGesch.Ewers. Bonn.s82S-35. SB.36s.46f.51 f.54? Hrsg.v.Ennen,862.2 B. sj Gesch. d. chr. Rel. u. Kirche. Ravensb. 824-833. 8 T. sb. 1873? ks Institt.Ilistorias eecl. dl. 1 '. Visa. 832-834. 3 I. sb. 1517? r) HB. terKG. v. hortig,beend. v. Oöllinger, Landsh. 826 f. 2 T. Neu bearb. v. Oöllmger, sGesch. d. K? Eb.833 s. 1. B. 1.2. Abth. stheilw. b. 688? Drs. LB. d. KGesch. Regensb. s836 ff?843. 1. B. 2. B. 1. Abth. sb. 1517? L) Gesch. d. Lhristcnth. Freib. 838 s. 1. T.in 2 Abth. sb. 324? i) Kirchengesch. hrsg. v. p. Bams, Rgnsb. 867 f. 3 B.in) Universalgesch. d. Kirche. Mainz 841. 7. A. 859. Die 8. A. 867 u. die 9. 872 er-weitert zu einem Handbuch in 2 B. Daneben ein Grundriß 868. LB. d. KGesch. f.Studierende. Trier 872-75. 3 T. Dazu als 4. T. Synchronist. Tabellen. Tr. 876,die sich auch vor den Ereignissen bis 1876 nicht scheuen, o) Gesch. d. chr. Kirche. Münst.842 s. 3 B. Vrg. Jen. L. Z. 844. «. 144 ff.