Cup. II. Apost. Kirche, tz 26. Jerusalem. Jakobus. 27
verkündeten, alsbald Tausende sich durch die Taufe zu ihm bekannten unddie Gunst des Volkes mit ihnen war. Hierdurch geschreckt und in seinenAnsichten getheilt, da unter den Pharisäern manche geneigt waren, denSadducäern zum Trotze das Evangelium von einem Auferstandenen wal-ten zu lassen, ergriff der Hoherath halbe Maßregeln, während die Apostelfreudig waren, Schmach zu leiden um Christi willen, und entschlossen,Gott mehr zu gehorchen als den Menschen. Nachdem jedoch die Geneigtenübergetreten, kamen die Galiläer oder Nazarener in die Stellungeiner vielen verhaßten Secte. Stephanus, wahrscheinlich Hellenist,durch einen streitbaren Eifer hervorgetreten, in welchem sich das Durch-brechen der Schranken des damaligen Christenthums als drohendes Ge-richtüber das ungläubigeIudenthnm andeutet, konnte, mit seiner Engels-miene in der Todesnoth, durch Eiferer für das Gesetz gesteinigt werdensum 36),°) »nd Herodes Agrippa, der nach einem abenteuerndenHcidenleben durch die Gunst der Cäsaren König über ganz Palästina imSinne der Pharisäer regierte, hielt eine Christeuverfolgung für rolksbe-liebt. Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet,Petrus entfloh durch geheimnißvolle Hülfe sä4)J) Als aber nachAgrippas plötzlichem Abscheiders) Palästina wieder römische Provinzwurde, durfte die Gemeinde sich friedlich begründen. Bei der Verfolgungnach Stephanus Tode, als die meisten flohn, waren die Apostel in Jeru-salem geblieben. Hier standen nock> um die Mitte des Jhh. Petrus, Jo-hannes und Jakobus beisammen, die Säulen der KircheJ) Seitdemwird Jakobus der Gerechte, der Bruder des Herrn, allein genannt alsMittelpunkt des christlichen Judenthums, nach sicherm Bericht ein um-sichtiger, auch in seinem Judenthum gemäßigter Mann; nach dem Briefe,der seinen Namen trägt, ein frommer ernster Mahner zur sittlichen That,ohne daß hier ein eigenthümlich Christliches hervorträtein der Er-innerung seiner Partei auf eine Weise zum Volksheiligen verherrlicht,daß in seinen strengen Übungen und in der entfernten Veranlassung feinesTodes der Jünger Jesu gänzlich zurücktritt, um sich freilich im Tode selbstdesto heldenmüthiger zu bewährend) Nach dem einfachen geschichtlichenZeugniß hat der Hohepriester Ananus, ein Sadducäer, das Inter-regnum nach dem Tode des Procurators Festus benutzt, um den Jakobusnebst einigen andern als Übertreter des Gesetzes steinigen zu lassen s63).')
tz. 27. Das Judenchristenthum.
v> VLN Ilexst, äs 3näuso-6!rristiunismo 8sec. I. I-nxä. Z. 828. I, Kankrös,i'edionitisine st I'sgiiss primitive. IVini. 850. — Lanr, äs INiiontt. vriZine stäoetr. ut> Lssusis rexetenctu. lud. 831. 4. Bgr. H. 3V.
5, 1-11. «j -4cta 8, 8-7, 80. 17 6, Lanr, äs orst. LtspUuni consilio st proto-MLit^ris in rsi etrr. xiimoräiis Moments, tknd. 829. 4. ch ^4cta 12, 1-19.e) 12, 20 ss. itosexin^ntiq<t. 19, 7, 2. 7! 6»!. 2, 9. ck. -4cta15, 13ss. fftj.
Zehaf, Jac. Bruder d. Herrn. Brl. 842. s) Itretls, in Lx. äuc. x. 23. L.Nern, Cha-rakter u. Urspr. d. Br. Jak. Tüb. 838. t-j Nach Hegefipp H»s> H. ecc. 2, 1. 20.t) ^ossxdt ^ntiqq. 20, 9,1.