Cap.II. Apost. Kirche, tz. 29. Simon Magus. tz. 30. Petrus. 33
wie Ähnliches mit natürlichem Anfang und Ausgang vor Nero geschehnist?) Die judenchristliche Überlieferung mag einzelneZüge aus dem Lebendes Paulus auf den Urketzer übertragen haben, doch Visionen waren da-mals eine gewöhnliche Sache, das Kaufangebot des Simon hat mit dernach Jerusalem gebrachten Collecte des Paulus nichts gemein als dasGeld, und die bestimmteste Beziehung des „feindseligen Menschen" aufPaulus durch die Sendung nach Damascus unterscheidet denselben eben-so bestimmt von, Zauberer.^) Daß dieVersicherung Justins, dem Simonsei in Rom auf der Tiberinsel eine Statue errichtet worden als dem Hei-ligen Gott. von einem Irrthum ausgeht, ist durch Auffindung der be-treffenden Inschrift sl574) dargelhan?) und jedes Gelangen des Ma-giers nach Rom nur sagenhaft. Men ander wollte gleichfalls Messiasund Gottmensch sein, der seine Anhänger unsterblich machet) Alle 3 leb-ten bis nms 0. Jhh. in kleinen Seelen fort, die von Unkundigen mit denChriste» verwechselt wurden, auch sich an sie herandrängten, sei's, wie einstSimon selbst, in weltlicher Absicht, oder nach ihrer Ansicht der Religions-mischung, daß derselbe Gott sich den Samaritern als Vater, den Judenals Sohn, den Heiden als Geist geoffenbart habe.
tz. 30. Petrus und die römische Gemeinte.
Magerhoff, Eint. in d. petrin. Schrr. Hamb. 835. B. Weist,petr. Lehrbegr. Brl. 855. -Nächst den Comment, ü. d. Römerbrief I Mangold, d. Römerbr. u. d. Anfänge d. röm.Gemeinde. Marb. 888. Begschlag, d. geschieht!. Probl. d. Römerbr. sStud. u. Krit.867. H. 4.) C. löcherte», Entsteh, u. erste Schicksale d. Chr. Gemeinde in Rom. Tüb.874. G. llostimar, P. Römerbr. Zur. 875. C. Weizsäcker, d. älteste röm. Christengem.jJhrbb. f. dt.TH. 876. H. 2.)
Durch seine Thatkraft, auf die schon der Herr große Hoffnungen grün-dete, hat Petrus, so lang er in Jerusalem weilte sb.um5t), die Gemein-deangelegenheiten wenigstens nach außenhin vertreten. Bald nachher inAntiochien trat seinem Rückfall, zunächst aus persönlicher Rückfichtname,zur ausschließlich nationalen Auffassung des Christenthums die Entschie-denheit des Paulus für das freie Evangelium der Menschheit entgegen.^)Seine frühere Duldung oder selbst anfängliche Vertretung des Heiden-chriflenthums ist durch diese zweite Verleugnung bei dem Apostel der Ex-treme so wenig ausgeschlossen, als sie es war bei Barnabas. Äber das Ver-hältniß zu Paulus scheint nicht wieder hergestellt zu sein, denn auch dererste unter dem Namen des Petrus aus Babel geschriebene Brief, ein Ja-kobus-Brief mit paulinischemÜberwurf,'') gewährt dafürkein hinreichen-des Zeugniß, in der Erinnerung der nächsten Menschenalter erscheinen
ttxs. 851. p. 1-38.) vrg. Pnrgum steruscdslsirri a<1 dtiiw. 31, 8. r) Fusion, k^oiao. 12. ckuvonal. 8atyr. 3, 78 s. L) tteoosnitt. 1, 78 s. A. 5imson, Leben u. LehreSim. d. Mag. sZts. f. hist. Th. 841. H. 3.) Dgg: Ootkmar, ü. Sim. Mag. sTH.Jhrbb. 856. H. 2.) yilgenfeld, d. Mag. Simon. sZts. f. wiff. Th. 868. H. 4.)
0 8ill>orri Ilso 8nnctc>. Inschrift 8L>I0dsI 8ä.dt60VL0IkIVI0. m) cknsiiui.4.P0,.
I. e. 26. üxixb. Ilaer. 22.
«> ttal. 2, II ss. Ausreden schon seit Clem. Alexi Uns. tt. sce. 1, 12. d) NachBaur. Huther, Wiesinger, Weiß u. a. W. Grimm, d. Problem d. 1. Petrusbr. sStud.
Kirchengeschichte. 18. Aufl. Z