40 Alte Kirchcngesch. 1. Per. 1. Abschn. b. z. I. 100.
ein tausendjähriges Reich in den sinnlichsten Hoffnungen, die Nothwendig-keit des Gesetzes und eine bloß menschliche Erzeugung Jesu lehrte,'') sowar dies vielen gemeinsam. Wenn er nach Jrenäus den Weltschöpfer fürein geringeres Wesen ansah, so daß erst durch Christus als ein höheres,mit dem Menschen Jesus von der Taufe bis zur Kreuzigung verbundenesWesen der höchste Gott offenbar geworden sei?) so kann er die Geltungdes Gesetzes nur bis zur Entfaltung des Reichs und dessen sinnliche Herr-lichkeit nur allegorisch gemeint haben, wieJohannes selbst.'') Erhatnackseiner alexandrinischen Bildung den Weltschöpfer als göttliches Mittel-wesen im Dienste des höchsten überweltlichen Gottes gedacht?) Die Be-trachtung der Materie als des Böse», ein überspannter Platonismus,oder indischen Ursprunges, jedenfalls heimisch in Alepandrien, mußte aneiner sinnlichen Offenbarung des Göttlichen Anstoß nehmen. Daher diemannichfach gestaltete Ansicht des Doketismus alles Körperliche anChristo für Schein und Erscheinung des Geistes erklärte, sein Leben füreine fortwährende Theophanie; welcher Verflüchtigung der evangelischenGeschichte das apostolische Zeugniß entgegengehalten wurde?) Die N i k o -
1 aiten, mit einem sinnbildlichen, auf sagenhafte Erinnerungen gestell-ten Namen, waren nur die ersten Repräsentanten einer weitverbreitetenDenkart, welche die geistige Erhebung des Christenthums über alles Leib-liche mißbrauchte, um den griechischen Leichtsinn der Geschlechtsverhältnissezu beschönigen?) — Die Erzählungen von einerVerlosung der Welt un-terdieAposte! und von derZusammensetzungdes Glaubensbekenntnisses inJerusalem bei ihrer Trennung 12 Jahre nach der Himmelfahrt, von ihrerJungfräulichkeit oder Enthaltsamkeit und von ihrem Märtyrerthum ge-hören zur Legende des 4. und 5. Jhh. Nach älteren Sagen, denen dockalle Individualität abgeht, zog Thomas nach Parthicn, Andreasnach Scythien?) Bartholomäusnach Jndien;')Philippus starbzu Hierapolis in Phrygien. Am reichsten hat die Sage eine Sendungdes Th add äus zu Abgarus, Fürsten von Edessa, als in Folge seinesBriefwechsels mit Jesu, ausgeschmückt?)
tz. 34. Schriftwesen und apostolische Vater.
kntilliii 4111 temxoiivus Hxostt. Noioeruirt Oxp. eä. Lotsloilns, kni. 872. rex.Oloilons, Linst. )698) 724. 2 '1. I. 8 . Llementis etc. gerne snxsrsuilt, rec. N, än-codgon, Oxon. s838) 848. 2 1. kntrninsxx. Oxx. rec. 6 . Ilsksls, lind. 839. eä. 4.858. L, Drossel, Dxs. s857) 883. ^Verdeutscht v. H. Scholz, Gütcrsl. 865.) 0. äsKodliniät, L, DninncL, I. 2niln sä. xost Hiess, tertin. knsee. II: Dninndne 8 x.6 !em. Lxx. I-xs. 875 s. Kovnin lest. extin Lniionsin col. L. RilZöllkslä, I-xs.
B. I. knnlns, Ilist. Oei. slirtivä. ii> K. D. äsn. 7SS.) Daur, chr. Gnosis. Tüb. 835.S. 117,483. dj Dus, II. esc. 3, 28. Dxixll, Ilner. 28. o> Iren, 1, 26. ä) Iron,5, 33. e> Dliöväoist, ünsiet. Inbd. 2, 3. Iisn, 1, 26. 1 ^o. 1, 1-3. 4, 2 s.
2 ^o. 7. IZnntins näLxdes. e. 7. 18. nä 8 ni)iil. c. 1-18. — L, D, HioMöxsr, äe
Oocetis. Uni. 823. 4. rlxoc. 2, 6 . 14 SS. 2 kcti. 2, 15. ^u<j. 11. -llreM tlv'lXcenv, VS L'hp, ol. Iisn, 1 , 26. Klein. 8 troir>. 2. x. 498. 3. x. 522. — Wünschet,Vermuth, ü. d. Nikolaiten. jGablersJourn. f. theol. Lit. 883. B. V. S. 17.) Dvnläin Lxocnl. äo. x. 118. li) Uns, 8 . scc. 3, 1. r)5,18. L 1, 13.