46 Alle Kircheugcsch. 1. Per. 1. Abschii. b. z. I. 100.
gesetzt, und durch Handauslegung bald der Gemeinde, bald angesehenerGemeindelehrer geweiht?) Einem Gemeindcglied. welches persönlich und^ durch gesellschaftliche Stellung angesehn, sein Haus den Versammlungender Gemeinde überließ, die etwa in der großen Stadt hiernach benanntwurde, mochte eine Art freien Patronates zufallend) Das Lehramt er-schien am wichtigsten, das Bedürfniß lehrhafter Presbyter drang sich auf?)aber die Kirchenämter waren nicht zunächst zur Lehre eingesetzt?) und jedeHierarchie durch die Anerkennung eines allgemeinen Priesterthums derGläubigen ausgeschlossen?) Bürgerliche Streitigkeiten durch erwählteSchiedsrichter aus der Gemeinde zu schlichten, galt als Gewissenssache?)Die Frauen wurden nach der ersten Aufregung zur stillen Hingebungan das göttliche Wort und zur Wirksamkeit im Familienkreise zurückge-führt. Doch finden sich neben D i akonissen zur weiblichen Handreichungund darüber hinaus, wie die hülfreiche Phöbe?) vielleicht jetzt schon ein-zelne Presb hierin nen oder Witwen zur Beaufsichtigung und Be-lehrung der Jüngeren ihres Geschlechts?) Die Aufnahme in die Ge-meinde wurde jedem Verlangenden alsbald gewährt, die seltne Ausschließ-ung wegen grober Laster zum Heil der Seele durch die Gemeinde beschlos-sen?) Die Gemeinde jeden Ortes lebte als selbständiger Verein in ihrergesellschaftlichen Einrichtung, nur durch geistige Gemeinschaft und durchden Einfluß angesehener umherziehender Lehrer mit andern Gemeindenzu ein emGottesreiche verbunden, als dessen Mittelpunkt noch in der Zeitdes Paulus Jerusalem galt. unter dem einen Haupte. Christus. Dashöchste Gesetz war die Liebe, die Herrschaft führte der Geist.
H. 39. Cultus und Kirchenglaubk.
Th. Harnack, i>. Gemeindegottesd. im ap. u. altkath. Zeita. Erl. 854. Oüstdrdttck,d. altchr. Gottesd. jJhrbb. f. dt. Th. 889. H. 2.) !V. Holz, Anfänge d. chr. Gottesd.jStud. u. Krit. 872. H. 1.) ä. probst, Liturgie d. z ersten Jhh. Tüb. 87V. —L. Lengs,Ilist. Ue In Iksol. edret. nn sidels nxost. Ktrnsb. 852. 2 4. Msstner, Lehre d. App.Lpz. 856. I. Aöstlin, Einh. u. Mannigf. d. neutest. Lehre. jJhrbb. f. dt. Th. 857.B. II. H. 2 f.j
Die christlichen Versammlungen nach Art der Synagogen, in Jeru-salem neben dem Tempeldienste, erbauten sich an Gebet. Psalmengesang,auch den ersten Lauten des christlichen Hymnus?) Vorlesen alttestament-licher Abschnitte und heiliger Rede auf dem Grunde derselben. Aposto-lische Briefe wurden nach ihrer ursprünglichen Bestimmung in der Ge-
ej ^4eta6, 6. 13,3. /y Wie das Haus des Stephanas in Korinthl 6or. 1, 16. 16,15. 17. der Prisca und des Aguila in Rom Lom. 16, 4. und nach örtlicher Tradition dasHaus des Senator Pudens und des Clemens, unter der Unterkirche des Letzter» noch einHeiligthum des Mithra. .s)^4eia 6, 2. ek. 2 I'im. 2, 24. jl 3, 2. 5. 17.)? LoibiZsi, äs muneiid. sce. Ismxors Xpp. Lixs. 776. 4. Cachlor, sxaininaturLordiZeri ssntsntla 6s kiesN. 3err. 812.2 I?M. 4. p Xpoe. 1,6.1 T'et. 2,9.5,3. ek. Lom. 12, 1. Lj 1 6or. 6, 1-8. ek. M. 18, 15 ss. PLom. 16, 1s. nrj ^4eka2, 17. 21,9. — Kam. 16, 1. — 2, 3. 1 Tim. 5, 9. — Hast, Streitschrr. H. 2.
S. 35. n) 1 6on. 5, 1-7. 2 0o7. 2, 6-11.
a) 6oi. 3, 16. Lxl». 5, 19. ek. kjinii Lxx. X, 96.