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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Cap. II. Kirchenlehre. tz. 62. Manichäismus.

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. Hssnsg.I . I.) ^xixd, User. 68. LuxustiLus: LootrL 8x. Ns»icd»ei. L.I'oi-tuiiLtum. 6. VäiwLutUM. 0. ksusluill I. 33. I>e setls e. stelieeALii. 1. 2. 11kiistlliLKoni. f7?. VIII.) Degen. c. >Isn. I>s inorid. Lee. cstd. kt moiid. LlLii.j'I.1.)II. I.LsLeLllsodis, Ilist. äetllLnictiöS et äu ItlLnieNeisine. Vmst. 7348s.2 V. 4. L. äs VsZLeii,, Ug-invIiLsoi. InctnIgsniiLS. Vxs. 827. fVrg. Eieseler inSind. u. Krit. 828. H. 3.) Dam, b. man. RSyst. Tüb. 831. fVrg. Zchneckenburgerin Ltud. u. Krit. 833. H. 3. Zmgerle in d. Tüb. Quartalsch. 841. S. S74.) L. Lrech-sel, ü. Kanon, Kritik u. Exeg. d. Man. Bern 832. A. Gejjier, Manich. u. Budhism.Jena 87S.

Aus dem Kampfe derReligionen auf den Gränzendes Morgenlandesging endlich der Manichäismus hervor. Seine Urgeschichte ruht auf Sa-gen und schwankenden Denkmalen : Als nach Wiederherstellung des per-sischen Reichs unter den Sassaniden die Anhänger des unbedingten Du-alismus und mancherlei ausländischen Wesens, die Magusäer, vertriebenwurden, glaubte einMagier derselben, Mani, der im Mithradienste undim gnostischen Christenthum, vielleicht auch im Budhaismus,Berührungs-punkte seines väterlichen Glaubens fand, sich berufen, die Volksreligio-nen. zunächst Parfismus und Christenthum, in einer Weltreligion zu ver-söhnen fs. 238s. Den Christen gab er sich als Paraklet und Apostel Jesu.Bon ihnen verstoßen, von den Magiern verfolgt, ward er unter Baharams272-7l hingerichtet. Der Manichäismus, wie er im 4. und 5.JHH.bestand, ist eine dualistisch naturphilosophischeReligion. Gott in seinemLichtreiche und der Dämon mit dem Reiche der Finsterniß stehn einanderentgegen ; gut und bös ist als solches Licht und Finsterniß. Nach langeninnernKämpfen vereinte sich Las dämonische Reich zum Kampfe gegen dasLichtreich. DerErstgeborne Gottes, der Urmensch kämpfte mit den 5 reinenElementen für das Lichtreich, wurde niedergeworfen, gerettet, aber einTheil seines Lichtes in die Finsterniß hinabgerissen. Zur Wiederausnamedesselben ließ Gott durch die Mutter des Lebens s^äv nvassnols das Welt-all sich gestalten. Die Lebenskraft darin, die Weltseele, ist das von denBanden der Finsterniß gehalteneLicht. Zu seinerErlösung gingen 2 neueHimmelsmächte von Gott aus: Jesus und der H. Geist. Jener als Sonneund Mond, dieser als Äther zieht die Lichtkräfte der Erde an sich. Um siefestzuhalten, zeugte der Dämon den Menschen nach des Urmenschen Bilde,in ihm als Mikrokosmus das klarste Licht und seine eigne Finsterniß ver-einend. Aber das Licht brach sich in den Erzeugungen, die Menschheit, ob-wol ihrer Lichtseele, trotz der Raturnothwendigkeit des Bösen im Fleische,die Freiheit einwohnt, unterlag den Verlockungen der Materie und denVorspiegelungen des Dämon fJudenthum undHeidenthnms. Da erschienJesus selbst auf Erden, wie er einst schon Adam erschienen, sein Leib undsein Leiden war nur scheinbar, aber ein Sinnbild des ganzen gefesseltenLichtes sckesus xaasidiliss. Jesus hat durch seine Lehre und Anziehungs-kraft die Freimachung des Lichts begonnen, aber schon die Apostel habenihn jüdisch mißverstanden. Die heiligen Schriften der Kirche sind theilsvom Dämon verfälscht, theils von unbekannten Menschen verfaßt. Mani