k Cap. III. Kirckl. Leben. h. 67. Christliche Sitte. 103
r sich aber unter einzelnen in der Kirche als Ausgangspunkt des gemein-samen Strebens vornehmlich geltend. 2 ) Während die von der Kirche geseg-nete Ehe und das Familienleben durch das Christenthum zu ihrer sitt-lichen Bedeutung erhoben wurden,^) galten Gelübde ewiger Keuschheitfür verdienstlich *) und Jungfrauen souvsCoexror, oororss) unternamendas oft verunglückte, daher allmälich gemißbilligte Wagniß, als Bräutedes Herrn in der engsten Gemeinschaft mit Klerikern die Macht einesheiligen Willens zu bewähren.^) Auch das Märtyrerthum wurde nochverherrlicht durch die Jungfräulichkeit, wie Cäcilia, die Lilie des Him-mels soosli lilia), eine Tochter des römischen Adels, mit der Liebe einesEngels ihren Verlobten abspeiste und mit ihm starb; eine Phantasie, diedurch die wieder aufgefundne Grabstätte der Heiligen bei den heiligenBischöfen fast leiblich in die Gegenwart Hereintritt.h Die Gelübde warennicht unwiderruflich, doch schwere Kirchenbußen drohten dem Widerruf.Nur Ehebruch sollte die Ehe zerreißen, nur der Tod sie lösen ; ein anstän-diger Ehebruch wurde das Eingehn einer zweiten Ehe genannt.") Dochfür unerlaubt galt dieselbe insgemein nur den Geistlichen,") ihnen auchI die Vermählung nach der Diakonenweihe für bedenklich und nur bei be-l sondern! Vorbehalte zulässig;°) im äußersten Abendlande verbot bereitsI eine Synode den Klerikern die Ehe, den niedern Klerikern die eheliche Ge-i meinschaft während des Kirchendienstes.v) Dagegen die strengere Askese,I wenn sie allgemeines Gebot sein wollte, von der Kirche gemißbilligt, unter' den mancherlei Parteien der En kra tit en oft im Gegensatze wider die
^ Kirche auftrat; einige verwarfen den Gebrauch des Weins selbst im
^ Abendmahl )ü3porr»p«orar«r, acsuarii). Mit dem Kampfe gegen das- Zudenchristenthum trat die eine Seite des paulinischen Glaubens zurückund die andere hervor, die neben den Glauben mit Johannes die Liebe^ stellte und mitJakobus neben das Wort die That; die von der Kirche em-pfohlnen frommen Werke in äußerlicher Schätzung derselben galten alshochverdienstlich, ja überverdienstlich,^ und die zu opfernde Freude derWelt fand reichen Phantasie-Ersatz in dem nach einer Umbildung desMessiasgedankens aufdie johanneische Offenbarung und Überlieferung ge-gründeten Glauben an ein tausendjähriges Reich, das nach dem Uuter-
s) V.ZöMr jS. 6j. stj 1 27m. 2, 15. Nein. 8troin. 3, 10. leitn!. sä ttxor. 2, 8.Dgg i vrix. in Hurn. dorn. 8. jl. II. x. 288.1 rj Als heidnisches Zeugniß Knien. b.Llmlkeäs, klist. snteislsin. sä. lleiselrei, x. 109. L) Die erste Spur schon Heimsn,ksstvrlll, 8iin. 9, 11.— 6xpr. Dp. 62. kona. Lnaxr. c. 19. Hie.o. 3. I.e§enäs.Vnres c. 189 j164j. vs Rossi, Rsrns satter. I'. II. x. 147. 180. Hiernach unterMarc Aurel 177; nach der Legende greift Urban I ein js.222j. Musik klingt nurainHoch-rcittag der Heiligen herein, csntsntivus orxanis. Ihr Sarg in der Kirche 8. OscillsTrastevere. mj LtlrensZ. vexreest. e. 28. jDgg; noch Leims», ksstoill. Äsnä.4, 4.s lert. äe Aonoxsinis. — Hauöer, Tcrt. Kampf gegen d. zweite Ehe. jTH. Sind.u. Krit. 845. S. 607.1 I lim. 3,2. lert. äs >IanoZ. o. 12. User. Rsk. 9,12.oj loit. sä Ilx. 1, 7. tlonstt. spx. VI, 17. Konv. Lnoxi. e. 10. Ueooses. e. 1.p) Kvne. Illllieiit. jnm 305j o. 33. ei. e. 65. Schon Leimss, kastei III, 5, 3.z Iren, 4, 13. klein. 8troinin. V. x. 647. 6xxr. äe oxers st elsernos^nis.