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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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t5ap. IV. Eerfaffuug. §. 79. Altkatholische Kirche. 1i9

aller von den Aposteln gegründeten und mir ihnen durch ihre Bischöfe zu-sammenhängenden Gemeinden, als alleiniger Quell des Heils. DieseVorstellung ist von Jgnatius angedeutet, von Jrenäus fortgebildet, vonCyprian durchgeführt worden?) Die Einheit bethätigte sich in mancher-lei Verkehr der Bischöfe wie der Gemeinden untereinander und bildete sichin den Synoden ihre gesetzlicheForm : aber unbeschadet derselben begannsich eine Kirche des Morgenlandes und Abendlandes durcheigne Sprache, Sitte und theologische Richtung zu unterscheiden. Auch inden Metropolitansprengeln setzten sich eigenthümliche Gewohnheiten fest,zumal wo die Kirchenprovinzen durch alte Volksgränzen beschlossen waren.Daher nächst den Diäresen der 3 großen Bischöfe auch die ersten Umrissevon Natioualkirchen durch örtliche Erinnerungen und Interessen hervor-iraten. So die afri kanische Kirche, welche, mit Rom in freier gegen-seitiger Theilname verbunden, ihren besondern Geist in TertulliansSchriften aussprach, steigerte, und seit der Mitte des 3. Jhh. aufLandes-synoden zu Karthago ihre Gesetzgebung vollzog?) So die armenischeKirche, der Gregor der Erleuchter, schon durch seine Geburt in diepolitischen Wirren seines Vaterlandes verflochten, aus langer Kerkernachthervorgezogen, zugleich mit dem Siege des Christenthums als Metropoliteingesetzt s302), seinen Geist so tief eingeprägt hat, daß lange aus seinemGeschlechte der Oberbischof oder Katholikus genommen wurde?) Hiermitwar der Übergang der apostolischen zur altkatholischenKirche ge-schehn: die Versammlung aller Gläubigen um den Thron des Gottes-sohns aus dem Grunde der Glaubensregel, wie sie allmälich sich festge-stellt hat gegen Häretiker aller Art; die Betrachtung des Christenthumsals ein neues Gesetz frommer Werke, und die Kirche als äußerliche Heils-anstalt mit ihren gnadespendenden Mysterien unter der Herrschaft desEpiskopats; die Entartung und doch zugleich die geschichtliche Entwicklungdes Nrchristenthums.

Zweite Periode.

Von Constantin bis Karl dem Großen.

H. 80 . Übersicht.

Das classische Heidenthum wurde vernichtet, das Christenthum Staats-religion. Der Kampf um die begriffsmäßige Auffassung des Glaubens er-

b) 6xxi> äs unitate Nee. besonders o. 4. 5. 21. Nx. 47. H. 2. o. Aöstlin, d. kath.Auffass. v. t>. K. in ihrer ersten Ausbild. ^Deutsche Zis. f. chr. Wiss. 85b. n. 33.fe) Lodolstiatsu, Nee. alrie. sud xiimatii oaitdnß. ?LI. 679. 4. U. Iisxcksekei, Nist.Nee. akiie. Ntras.694.4. NoresIIi .Vlriea ediist. Niix. 816. 3 r. Aüntsi, kri-moiäia Nee. akiic. Nalii. 829. 4. <t, LZatiianAeli süberarbeitesi ä.cta 8. Nrexor.

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