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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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132 Alte Kirchengesch. 2. Per. Reichskirche. I. 313800.

den durch magische Künste vergiftet.'') Eusebius von Nikomedien.s. 338 Bischof von Constantinopel, war wieder an die Spitze der Parteigetreten, welche in Nicäa die wahre Majorität hatte, und jetzt lehrte, daßder Logos von Ewigkeit aus dem Wesen des Vaters gezeugt, ähnlichenWesens sölmmümo;), oder überhaupt nur ähnlich und dem Vater unter-geordnet sei. Diese Partei derEusebianer. später Semiarianer,welche die Arianer in sich aufnahm, gebor im Morgenlande,°) dasAbend-land hat Athanasius für seinen Gottessohn und für sein eignes Bischofsrechtgewonnen gegen den Pharao und Vorläufer des Antichrist ausdem Throne.Als auf der ökumenisch berufnen Synode zu Sardica s343) beideTheile der Reichskirche mit einander versöhnt werden sollten, gingen sievöllig auseinander, dieOrientalen hielten abgesonderte Sitzungen in dembenachbarten Philippop olis. Konstantins wurde Lurch eineKriegsdrohung seines Bruders gezwungen, dem Athanasius Alexandraszu öffnen s349). Aber zur Alleinherrschaft gelangt s3S3), ließ er dieKathedrale von Alexandria stürmen, und suchte auch im Abendlande dennicänischen Glauben auszurotten. Auf den Synoden zu Arelate f353),Medio lanum s355) und Arim inum s359) wurde den Occidenta-len die Verdammung des Athanasius und ein semiarianisches Glaubensbe-kenntniß abgepreßt. Auch der römische Bischof Li b eriu s in seiner Be-drängniß entsagte für jetzt dem nicänischen Glauben s357u.58)/) unddie Kirche schien arianisch geworden. Nach ihren Siegen offenbarte sichfeit der 2. Synode zu Sirmium s357) der Zwiespalt zwischen den Eu-sebianern und den entschiedenen Arianern. Unter ihren Häuptern, nachdenen sie genannt wurden, suchte Acacius. Bischof von Cäsarea, an-fangs durch Ablehnung aller streitigen Formeln als schriftwidrig den Zwie-spalt zu verbergen/) aber Aetius und Eunomius bildeten nach derBehauptung, daß sich das Göttliche so klar erkennen laste als das Mensch-liche, die Annamen des Arms mit scharfer Dialektik dahin aus. daß allegöttliche Wesenheit als ein Ungezeugtes in Christo verleugnet wurde'Fvvp.vl.vrf/) Nach Konstantins Tode l361) erlangte diePartei des Athanasius wieder ihre natürliche Stärke im Abendlande.Im Orient wüthete Valens s364-78f gegen die Athanasraner undschonte auch der Semiarianer nicht, daher diese sich jenen näherten. DieParteien bekämpften einander ebensosehr mitBeweisen aus derH. Schrift,der Tradition und Dialektik, als mit den Waffen der Hofcabale und desAufruhrs. Synoden standen wider Synoden. Gewalt wider Gewalt.

b) 8<x>rnt, 1, 38. 802001, 1, 2g s. Würdig u. wahr: Ltünnns, Ux. a4 8erny. jOxx.P. I. x. 870.l L4 Lxisoo. L.8A. et I4V. H. 1g. cj Synode v. Antiochia 341 u.Ancyra358. Lehnn, 4s s>nv4is§. 22 SS. 8oorne, 2, 10 SS. Lpixh, Ilner. 73. 8o-

rom, 4, 1b. 3. v. Döllinger, Papst-Fabeln. S. 108. e) PhilogtoiA, 4, 12. 8ovrne,2, 40. 8°roin. 4, 22. kkiloseorA, 3, 15-17. Pxixh, Uner. 76. khilostoiA, 6,1-4. Vnlssins »4 8ovr»e, 5, 10. Pnhiicii üihl. Ar. P. VIII. x. 253. C. Itlose,Gesch. n. Lehre des Eunom. Kiel 833.