140 Alte Kirchengesch. 2. Per. Reichskirche. I. 313—800.
jener Anthropomorphiten, deren Fanatismus er seinen Zweckendienstbar machen wollte, von den Ketzereien desOrigenes, dessen Verehrerer gewesen war. plötzlich überzeugt. Er verdammte sein Andenken s399)und die römische Kirche stimmte ihm bei.") Die von ihm gemißhandeltenorigenistischen Mönche fanden Schutz bei dem Bischof Johannes, von derNachwelt Ehrysostomus genannt, der den Antiochenern entführt, s.398 der Kirche von Constantinopel vorstand. Theophilus, durch kaiser-lichen Befehl in die Hauptstadt gefordert, machte sich. der Verhältnissekundig, aus einem Beklagten zum Richter. Chrysostomus, der die verstän-dige Klarheit der antiochenischen Schriftauslegung und die rhetorischenKünste des Libanius mit der Innigkeit seines christlichen Herzens ergänzte,das Ideal des Priesterthums, das er in junger Begeisterung geschilderthatte,'') so weit dem Menschen vergönnt ist. im eigenen Leben darstellend,mönchisch in seinerSitte. arm für sich selbst, reich für dieArmen, mild imHerzen, aber auf die Massen gestützt und gegen die Ausschweifungen desHofes furchtbar beredt, war von der Kaiserin Eu doxia, seiner Herodias,dem Untergänge geweiht. Theophilus sprach auf der Synode an derEiche s403) nach verworrenen und abgeschmackten Anklagen die Ent-setzung und Verbannung des Chrysostomus aus. Durch die Wehklageund Drohung des Volkes wurde seine Zurückberufung, Lurch die Arglistder Kaiserin seineVerbannung nach dem Pontusdurchgesetzt s404). Ver-geblich verwandte sich Jnnocenz l für seine Unschuld.") Gottpreisend füralles starb er im Elend sl4. Sept. 407). Aber die Leiche des Heiligenwurde s438j im Triumphzuge nach Constantinopel zurückgeführt.'') Fürdie Tugenden des Chrysostomus behielt das ZeitalterSinn, während fürdie Geisteskraft des Origenes sich das Verständniß verlor.
III. Der pelagianische Streit.
I. I) Die Streitschrr. Augullins: Oxx. 1. X. sää. Lsnsäiett. Des hierongmus:Lxx. 43. nä LtssixUontein. vinll. näv. kelnzinnos I. III. sl. IV. I?. II.) OrosiiXpoloxstieus o. kel. Bericht ü. den Kampf in Palästina, 415. sOxx. sä. llnvoiksmx,I-nxä. 738. 4.) Anrins Llsrontor, Lommonitoris. 429. 43 t. sOxx. sä. Lnlnn, ?sr.684.) 2) Vonpetagius u. Cölellius Fragmente in den Gegenschriften, vom Elstern einigeSchriften als Werke des Hieronymus gerettet ; vor dem Streit!t Lxxositt. in Hpx.knnlinas Mor. Oxx. 1. V. x. 925.); aus dem Streite: Lx. sä Osinstrinäsnr sä.Lsmler, Uni. 775.) u. libslt. Säst nä Innoe. I. sLior. Oxx. 1. V.) Fragmente d.Streitschrr. des Iulianus v. Ectanum bei Augustin u. Mercator. 3) Urkunden in Lnxnst,Opx. 'I. X. Anus! 1. IV.—Il.S.I.Vossii List. äs eontrovsisiis, guns kei. sfnsgnsisliguine inoveinnt. 7,nZä. 818. 4. anst. sä. K, Voss, Xwst. 655. 4. Hoiisüllist.kelnAinnL. knt. 873.1. sOxp. Veron. 729. 'I. I.) Karusiii kslnzinnor. Ilist. )Zn fr.Ausg. des Nsisntor, kni. 873.1.1.) lo.OsSVIrou, Ilist. Ssnrixel. nntigniss. sb.434)6ott. 826. 4. G. Niggers, Augustinismus u. Pelagian. Brl. 821. B. I. Hamb. 833.B. II. I. Iacobi, d. L. d. Pel. Lpj. 842. I. MiMer, d. Pelagian. sDeutsche Zts. s. chr.W. 854. X. 40.) Nörter, Gnaden. Freih. v. apost. Zeit b. Aug. Freib. 860. C. Lul-
a) Unusi 1. III. x. 979. b) fiept iepuiaO^; I. VI. sä. I, L. LouZsI, 8tnttz.725. I.PS. 825. I-oo, I,xs. 834. Übrs. v. Hasselbach, Strals. 821). Ritter, Brl. 821.H. Schatz, Mgdb. 850. c) Haust 1. III. x. 1095. ä) Loornt, 7. 44. Xicsxii. 14.43-