144 Alke Kirchcngcsch. 2. Per. Rcichskirehe. I. 313—800.
sein Ansetzn war zu groß und die Folgerichtigkeit seiner Lehre zu mächtig,als daß man sich offen von ihr loszusagen wagte. Daher im Abendlandefortwährend unklares Schwanken. In Gallien wurde herrschend wasnachmals gegnerisch Semipelagianismus genannt worden ist. ImAuftrage derSynode von A re l a te s472s sehte derBischofFaustusvonRegium. vormals Abt von Liriuum. ein semipelagianisches Bekenntnißauf. welches auf der Synode zu Lugdunum s475) unterzeichnet wurde.")Aus Klugheit und Pietät wurde der heilige Name Augustins nicht ge-nannt, um seine Anhänger desto rücksichtsloser anzugreifen. Doch hateine abgeschloßneSecteder Prädestinatianer nur in den Augen ihrerGegner bestanden, und eine schroffe Vertheidigungsschrift für die Präde-stination ist ein pelagianisches Werkes In Afrika und Rom herrschte dieNeigung für den Augustinismus vor, durch römischen Einfluß entschiedenauch Synoden zu Arausi o sOrangess und Valentia s529s für diealleinige Wirksamkeit der göttlichen Gnade;") doch schweigsam überdie strenge Folgerung, die Prädestination. Bei dieser Scheu von beidenSeiten wurde der Streit nicht zur Kirchenspaltung, obwol zuweilen einMönch oder Presbyter von seinem Bischof, hier im Namen Augustins,dort für die Sache der Freiheit, bedrängt worden ist. Aber wie Augustinder ganzen Kirche als Heiliger galt, so wurden auch Cassian und Faustusals Heilige verehrt.
IV. Streitigkeiten über die Doppel-Natur Christi.
I. läbeiLli sXiokläiL». 6artd. um 553) Lieviuiiuiii ssusas Xs8toiiunoini>i stLnt^cbiLU. sä. Kaiuörius, l?rr. 675. u. NanmH. IX. x. 659. skslusiusl?) Lrsvi-snlus Cist. Lut^cLismistLiuin. jHuusi I?. VII. x. 1060.) Iisoutlus Lxauutluus!II e sectis avtiu5-10. kontra Lut^ebluiios st Xsstorian. jkallauäli P. XII. x. 621.658.) hefele, Concilicngesch. B. II. S. 126-III. S. 284. — II. lUatrh, Ketzerhist.B. V-VIII. Baur, Dreieinigk. B. I. S. 693. B. II. Dörner, Entwicklungsgesch. d.L. v. d. Person Chr. Brl. )2. A. 853.) T. II.
K. 99. Nestorianischer Streit.
I. Urkunden b. Haust I. IV. x. 567. I. V. VII. x. 241. hlartus Neroator, äsbasrssl Xsst. jOxx. 1. II.) Loorat. 7, 29 88. Lvagr, 1, 7 88. — II. lablouski, äsXestorirniswo. Lei. 724. 4. Gengter, ü. d. Verdammung d.Nest. sTüb. Quartais.835. H. 2.) — Zalig, äs Lut^oülanitmo nute Lnt>s!>sn. IVolksnd. 723. 4.
Die Anerkennung einer göttlichen Natur in Christo war durchge-kämpft, die einer menschlichen vorausgesetzt, obwol insgemein nur alsdas Fleisch der Menschheit bezeichnet, und jede Reflexion über ihr Ver-hältniß in Gefahr, entweder ihre Einheit so streng zu fassen, daß die mensch-liche Natur in der Gottheit unterging, oder, um das Bestehn der mensch-lichen Natur zu sichern, ein Fürsichsein derselben anzunehmen, bei welchemdie Einheit selbst gelöst erschien. Nach der Richtung beider Schulen wal-
«I 0s Oratia Osi st duill. mentis Ubeio Xiditrio sLIbl. kk. DuZä. P. VIII.)Laust I'. VII. x. 1007. ck) Im 2. B. des krasässtinatus sals Über snb noininsXugustint oonüctns), sä. LtrmouL, Dur. 643. u. Kallauäti 4. X. P- 357. — Mg-gers, B. II. S. 329. e) Laust P. VIII x. 711.