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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Cap. II.Kirchenlehre.tz. 100. Eutyches.tz. 101. Monophysiten. 147

Beschlüsse vonChalcedon verletzt; Monophysiten von ihren Gegnerngenannt, welche sie wiederum Nestorianer und Dyophysiten nannten.Der Streit wurde durch Mönchs- und Volksaufstände, zuerst in Palästina,blurig geführt, in Alexandria und Antiochia standen Gegenbischöfe widereinander. DerKaiserLeo I f457-74f> hielt mit klugerMäßigung dieBe-schlüsse von Chalcedon aufrecht. Petrus Fullo f-xvolcpsü-f, der sichzum Bischof von Antiochia aufgeworfen und die monophysitische Formel,Gott ist gekreuzigt worden, fdaher Theopaschitenfj in die Liturgie ge-bracht hatte, wurde durch den Kaiser vertrieben. In den Palastrevolutio-nen ward der Glaubensstreit zum Werkzeuge der Politik. Als Basilis-cus den Kaiser Zeno Jsauri cus stürzte f476s, erließ er zur Verstär-kung seiner Partei durch die Monophysiten ein Rundschreiben gegen dieSynode von Chalcedon.^ Der Aufstand in Constantinopel, durch wel-chen Zeno auf den Thron zurückkehrte f477s, wurde durch den katholi-schen Patriarchen Acacius geleitet. Aber die Monophysiten hatten unterdem Usurpator eine solche Macht entwickelt, daß der Kaiser nach des Patri-archen Rath versuchte sie durch ein Glaubensgesetz,Henotikon'>) s4 8 2f§,das die streitigen Formeln umging, zu versöhnen. Der römische BischofFelix II stellte sich an die Spitze der Eiferer gegen solche Gemeinschaftmit den Monophysiten, und sprach über Acacius den Bann s484s. Aberauch die strengeren Monophysiten in Ägypten trennten sich von ihrem befrie-digten Patriarchen sdaherAxscpkxXvcs. Das Henotikon erhielt im Morgen-lande den Kirchenfrieden äußerlich aufrecht, obwol von beiden Seiten ge-schmäht, Anastasius f49I-5I8s, der dieFreiheit des Staats über bei-den Parteien behaupten wollte, war von beiden gleich gehaßt und bedroht.Justinus I s518-27) entschied gegen die Monophysiten und vertriebihre Bischöfe; nur in Ägypten, wo ihre Sache Volkssache war, wagte ernichtsieanzugreifen. AberinAlexandriageriethensieselbstwidereinander,vornehmlichdieSe v erian er, deren Haupt, der vertriebenePatriarchvonAntiochia, Severus, mehr eine Mischung der göttlichen mit der mensch-lichen Natur annehmend, eine Haupteigenschaft derselben, dieVerweslich-keit des Körpers Christi, anerkannte fdaher chOsproXvcrxrstc gescholten^,im Gegensatze der Julia nisten f'KwstvcprovvxTf'r«^, die als AnhängerJulians von H ali karn assus mehr ein Versinken der menschlichenNatur in die Gottheit lehrten, so daß nichts Sterbliches übrig bleibe.

8.102. ZLstinianus. 527-565.

kioooxins, UM 552t nächst den Kriegsgeschichten, Hofgeschichte I nist.

LieLUs,,. OrsUi, 827.. Oithit, Proc. v. Läsarea. Bit. 865.t ReichSgesch.552-59 v. 6^. Mßdukr, Lou. 828. sOoixus 8err. 111.^

Justinian I erneute in langer, oft glänzender Regierung die-

a 3, 4. 5) Ii>. 3, 14. NsiZsr, Nenotica Orient. Vit. 723. 4. 4»-

dlonsli, <is llenot. ^snonis. 737. c) täiosslor, Nonoxtrysitsrnm vett. va-rise 4e Ivr. Person» opiniones inxr. ex ixsornm etlätis recsns eclitis ülnstr.6ott. 835-38. 2k>.

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