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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Cap. IV. Kirchl. Leben. §. 122. Bilderstreit.

das Sinnliche nur ein Sinnbild des Übersinnlichen. Die Bilder galtenals die Bücher der Unmündigen, doch hatte schon Augustin über Bilder-anbeter zu klagen, und Frauen entschuldigten ihren Prunk, indem sie hei-lige Geschichten in ihre Gewände weben ließen.

Z. 122. Der Bildersturm.

I. Imxsiinlia äsoret-c äs eultu imnAiinnu, iUustr. n U, Laiminskoläto kolcknsto,ikrot. 688. 1. llkcumscMi ä7rv),v^^i'/.c>r loö; dlusiaXXo'-r»? "r«? «rc«;slxvv»;. jOxx. 1'. I. x. 385.) Hiooxlioii Lrevt-cr. List. st. 768s. kstavius, kni.816. lilsoxtrunos sS. 128s.II. vallnons, äs inanZiiiib. kuxä. 642. Lls.iml>onr§,äsltcerssis äss Ivonoclastss. kni. 678-83. 2 'I. 12. Kxnnkomii Ilist. icnnxiliuiuisstitutn. kuzä. 686. jOxx. T. II.) Wasch, Ketzergesch. B. X f. Schlosser,Gesch.d. bilderstürm. Kaiser. Frkf. 812. I. Mari, d. Bilderstreit dcr byj. Kaiser. Trier 838.hesele, Conciliengesch. B. III. S. 335-454.

Personen als Gegenstände der Verehrung fielen leicht mit ihren Bil-dern zusammen. Wunderthätige, nach der Volkssage vom h. Lukas ge-malte, oder vom Himmel gefallne Bilder schienen zur BilderanbetungssrxvvoX«rs)L!«s zu berechtigen. Aber die jüdisch altchristliche Abneigungvor allem Bildwerke und die geistige Auffassung des Christenthums, durchdie Vorwürfe des Islam geschärft, sah darin ein erneutes Heidenthum.Leo III, der Jfaurier, ein kühner Emporkömmling, ließ die heiligenBilder der Verehrung entrücken s72tzf, und erbittert durch den Wider-stand zerstören ss. 730f. Die fromme Sinnlichkeit des Volks fühlte sichdurch diesen Bildersturm verletzt, durch den Gegensatz

begann eine abgöttische und abgeschmackte Bilderandacht, während sichder Haß gegen die Bilder bis zur Verachtung ihrer Gegenstände steigerte,so daß in diesem Streit ein Kampf der Aufklärung und der sinnlichen An-dacht verborgen lag; die politische Unzufriedenheit bemächtigte sich desZwiespaltes, Militärdespotismus und Hierarchie standen gegen einander.ConstantinusCopronymus ließ auf einer Synode zuConstan-tin op e! s754f, die als ökumenisch berufen war, durch folgsameBischöfedie Bilder verwerfen.^ Die Mönche, deren Klöster die Werkstätten derheiligen Bilder waren, stellten sich an die Spitze der Volkspartei, welchedurch den römischen Bischof in ihrem Rechte bestärkt, die Bilder durchEmpörungen vertheidigte. Eine Reihe von Kaisern, furchtbar zerfallenmit ihrem Volke, kämpfte gegen die Bilder. Zwei Kaiserinnen entschiedenfür dieselben : Irene ließ aus der 7. ökumenischen Synode zu Nicäas787j> ihre kirchliche Verehrung, nicht Anbetung, anerkennen?) und nachmannichfachem Schwanken des Kampfes erklärte Theodora s842fihren Sieg durch Anordnung eines jährlichen Siegsfestes der Recht-gläubigkeit.

a) Die Beschlüsse erhellen aus den Acten des 2. nicän. Concils, b) 6ono, Xionon,II.Acten 1>. Unnsi 1. XII. x. 951-XIII. x. 820. e) II xogcsx'h ist; äirlloocFi»;.

Kilchengeschichte. 10. Anst.

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