Cap.I. Begründ.d.Chrstnth.tz. 136.Bonisacius.tz. 137. Sachsen. 191
ringer Waldes. In seinen Vorstellungen abergläubisch, in seinen Sittenstreng, in Äußerlichkeiten engherzig, gegen die britischen Priester, ihrRechtund ihre Sitte gewaltthätig, gegen Untergebene herrisch, vor den Päpstendemüthig, außer wo er Mißbräuche in Rom geschützt sah?) hat er, treuseinem Eide/) die deutsche Kirche von den Päpsten abhängig gemachtund ihre nationale Entwickelung gebrochen; aber es war der Weg ihrerwelthistorischen Zukunft, und ohne das Ansetzn des mit dem römischenBischof verbündeten karolingischen Regiments schien damals die strengeOrdnung gegen das allgemeine Widerstreben nicht durchzuführen. 2) Auchist der Untergang der britischen Missionskirche dadurch bedingt, daß geradegegen die bei mancher evangelischen Freiheit harte und rohe KlosterzuchtColumbas sroZuIa inouastica) die Bencdictinerregel überall vordrang/)Doch hat sich ein Überrest in den deutschen Schottenklöstern erhalten, welchein römische Verhältnisse eingegangen unterZnnocenz III als Congregationanerkannt wurden?) Durch die Vollmacht des römischen Stuhls s732)und durch das constituirende deutsche Concilium s742)^) galtBonifaciusals allgemeiner BischofDeutschlands und erhielt durch den Beschluß einesReichstags s74ö) die alte Bischofstadt Mainz nach der Entsetzung ihreskriegerischen Bischofs zum festen Sitze. Sei's müde der Kirchenherrschaft,sei's um die Zustände des Bisthums Utrecht zu ordnen, hat der Greis,nachdem er seinen Jünger Lullus sich zum Nachfolger in Mainz erbeten,das Werk seiner Jugend unter den Friesen wieder aufgenommen. Hierhatte Will ebr ord, von der irischen Kirche ausgerüstet, aber gleichfallsin Rom zum Bischof geweiht s696, ch um 740) bis nach Helgoland hineine lange, oft unterbrochene Wirksamkeit geübt?) Das Gezelt desBonifacius stand an der Borne, als eine heidnische Raubschaar ihn über-fiel. Er verbot seinen Begleitern jede Gegenwehr, und wurde mit ihnenerschlagen. Sein Leichnam ist nach seinem letzten Willen in seinem KlosterFulda, dem einsamen Gotteshause, beigesetzt worden.
tz. 137. Die Sachsen.
Usinäsrs, 7r. äs stnirr rsl. st rsix. suv Lniola N. st Iniä. k. in 8ax. 7sinZo.711. 4. Inst. Möser, Osnabr. Gesch. Brl. 780. B. I. T. Walter, Eins. d. Chrstnth.in Wests. Münst. 830. ünnk, d. Unterwerfung d. Sachsen unter K. d. G. sSchlossersArch. 8Z3. B. IV? 0. Dnunennnnn, äs inutatn 8axonuin vstsrurn ist. Hornist.839. 4 k. I. A. Zchaumann, Gesch. d. niedersächs. Volkes. Gött. 83S. Adliger, d.Einfuhr, d. Chr. in Sachsen. Hann. 859.
Die Sachsen vertheidigten ss. 772) gegen den Schlächter Karl^) ihre
«) Viiiätv. x>. 108. Ib. x. 1g 8. s) Entgegengesetzte Extremei Leo, Vorlest, n.teutsche Gesch. B. I. u. Eluard, KGesch. B. I. ß. 78. /tj G. HerlelinZts. f. hist. Th.875. S. 398. Dgg. Eluard, eb. 49g. r) wattenöach, d. Congr. d. Schottenkl. sZts.s.chr.Archäol. Lpz. 856. B. I? L) Ihre 7 Beschlüsse als Capitulare von Narlmann verkün-det: Alan. Esrin. 7. III. x>. 16. Dazu Lonil- nä Onäbsrtlrnrn s77nrätrv. x>. 73.sI) Vito^VillidroräinnotorsLIonino sOxx. 7. II. 2? —Oegcks,Emendationen z. Vitatvill. Münst. 856. 4. L. 7i?ni, I>. UI!l. ä. klsäsilnnäen. TLinsterä. 861.
Münst. 863.
a) Gelübde, als Urkunde in Goslar erdichtet. Vrg. Oesius, ü. d. vermeinten Götzen