202 Alle Kirchengesch. 2. Per. German. Kirche. I. 313—800.
im Geiste gegen jeden religiösen Bilderculius, war aber eben deßhalbkein Bildersturm.2) Die Päpste fanden angemessen, diese Ketzerei an denFranken milder zu beurtheilen als an den Griechen.
Cap. IV. Kirchliche Wissenschaft.
H. 148. Rettung wissenschaftlicher Bildung.
Der Zustand der Kirche ließ zunächst im A. Testamente ihr Vorbilderblicken. Die gothische Bibelübersetzung scheint nicht auf die andern germa-nischen Stämme eingewirkt zu haben, doch finden sich Bruchstücke verschie-dener Verdeutschungen und dichterischer Umbildungen biblischer Bücher,insbesondre angelsächsische.") Überreste römischer Bildung pflanzren sichunter dem Klerus fort als ein gelehrtes Wissen, das bis zu Augustin hin-aufstieg, aber an den classischen Autoren sich nur verstohlen erfreuie. Un-ter den Stürmen der Völkerwanderung erhielt sich wissenschaftliche Bil-dung in Spanien und auf den britischen Inseln. Dort durch den Wettei-fer der Katholiken und der von griechischer Gesittung berührten Westgo-then, unter denen I si d o r, als Erzbischofvon Hispalis sSevilla, 59 5-636)einflußreich für die politische Macht der Kirche, für ein bescheidenes Kloster-leben und für christliche Milde gegen die Juden, ein Vorbild der kirchlichenGelehrsamkeit geworden ist, die zugleich das weltliche Wissen beherrsche,das Erbe der Vorzeit durch Sammelwerke rettete, und so zuerst unrernamaus den Sentenzen der Kirchenväter die Glaubensüberlieferung zusam-menzustellen.'') Bei dem Vorwalten des römischen Elements läßt sich einbestimmter Übergang zum Germanischen nicht nachweisen. Auf den Inselnerhielt der Wetteifer zwischen der britischen und angelsächsischen Kircheund die enge Verbindung der letztem mit Rom eine gewisse Gelehrsamkeit.Theodor us aus Tarsus. Erzbischof von Canterbury s668-9v), ver-pflanzte die griechische Sprache und Wissenschaft seiner Heimath nach Eng-land. Aus dieser Schule ging Bed a der Eh rwürdige hervor, Mönchzu Jarrow, der als Repräsentant alles Wissens seiner Zeit verehrt wurde,ein treuer Lehrer und Lernender bis zum letzten Athemzuge s735).")
klone. Drancok. cuir. 2. lNnnsi 7'. XIII. x. 909.s ek. Ilp. Haärlani L<! tlurol. II.Üo imLKiiiid. sll>, x. 759.f Ebenso llono. karis. u. 825. uä Duclov. jlh. IV XIV.p. 415 s.s Hefete, Conciliengesch. B. III. S. 651-71. Gegen die Ächtheit der I.ibi'IOurolini von 790 jecl. Hormrunn, öun. 731.s 3. 1. Dloss, äe swsxeetu lidioiamOarolinorain er 1'ilio aelitoiuin üäe. Loi>. 861.
a) Laednion^ s-l- 680s des Angelsachsen bibl. Dichtungen, hrsg. v. K. W. Bouter.ivek, Elberf. 854 f. 2 B. bj Kirchl. Literatur, Liturgie, Recht, Schriftdeutung, Glau-benslehre. Weltgeschichte, germ. Volksgeschichte, etymol. Encyklopädie. Opx.l.äuLionI,Dur. j580f ««1. I. IV Srial, Autrit. 778. 21V k. I. Lrevalus, Rom. 7S7ss. 71V 4.Drg. DrausiolliskrasirotutioliliioiaiirL. Isicloiib.llnäill,<le8orr. sec.lVI.x. 1584.3. Drossel, <Is Isis. OriZinrilli kontib. Xuß. Dunr. 874. h. Hertzberg, d. Hiflorienu.d. Chroniken d. Jsid. Gött. 874 s. 2 H. o) Commeniare, Homilien. Briefe. Geschichte.Grammatik, Astronomie. Oxx. Ool. 688. 4 1. k. eO. Kilos, I-onN. 843. 5 IV klut-bordi Vita LeOue Van. jvor s. Oxx.j 3. kelrlö, äeDsäseVen. e-idu ek scrixtis. I-uxä.3. 839. 3. Werner, B. d. Ehrw. Wien 875.